Archiv für die Kategorie ‘Fundstücke’

Neulich in Düssedorf: Fantasie und Wirklichkeit …
16. November 2009
Der Schreibtisch eines LiSA-Anwenders
2. April 2009So muss er aussehen, der Schreibtisch eines erfolgreichen LiSA-Anwenders:
Eingesandt von Udo Neumaier (auf sanften Druck seines Coaches)
Herzlichen Dank!

Interessante Fragen zu Ihrem Marketing
2. März 2009
Hot-Dogs im Zeitalter der Finanzkrise
28. Januar 2009Es war einmal ….
… ein Hot-Dog-Stand-Besitzer, der ganz wunderbare Hot-Dogs machte. Er arbeitete in einem großen Park und der Duft seiner speziellen Hot-Dogs war schon von Weitem spürbar. Die Leute kamen gern zu ihm, denn er machte nicht nur hervorragende Hot-Dogs sondern nahm sich auch Zeit, um mit ihnen zu plaudern. Er war freundlich und seine Kunden spürten, dass er sich über sie freute. Sein Geschäft lief prächtig.
Eines Tages kam sein Sohn von der Wirtschaftsuniversität zurück und sie redeten miteinander. Sein Vater erzählte ihm, dass er sich mit dem Gedanken trage, seinen Stand zu erweitern oder eventuell einen zweiten zu eröffnen. Sein Sohn schaute ihn zweifelnd an und auf die Frage, was denn los sei, fragte er seinen Vater, ob er denn nicht über die Wirtschaftslage Bescheid wüßte. Denn diese sehe gar nicht so rosig aus, im Gegenteil, nach neuesten Erkenntnissen geben die Leute immer weniger Geld aus und viele Unternehmen bangen um ihre Existenz. In Zeiten wie diesen sei die Erweiterung des Geschäftes gar nicht sinnvoll, meinte er, ja sogar gefährlich.
Sein Vater nickte nachdenklich und beschloß, doch nicht zu erweitern. Im Gegenteil, er dachte sich, wenn die Leute sowieso weniger Geld zur Verfügung haben, müßten sie ja mehr arbeiten und auch nicht mehr so oft zu ihm an den Hot-Dog-Stand kommen. Er beschloß seine Einkäufe zu reduzieren, keine Werbung mehr zu machen und keine Hot-Dogs mehr im voraus herzurichten. Auf einmal duftete es im Park gar nicht mehr nach frischen Hot-Dogs und es kamen daraufhin auch weniger Menschen zu ihm. Und da seine gute Laune auch nicht mehr die war, wie früher, kamen immer weniger und er dachte sich, wie recht sein Sohn doch hat.
Heute hat er seinen Stand zugesperrt und denkt darüber nach, warum denn die Leute kein Geld und keine Zeit mehr hätten. Es hat ihm soviel Spaß gemacht, als die „alten Zeiten“ noch besser waren.

Endlich früher Feierabend
9. Dezember 2008Warum alles selbst tun?

Ein Problem, das ich oft bei Einzelunternehmern oder Freiberuflern feststelle, ist, dass ihr Geschäft nicht wächst, weil sie einfach nicht genügend Zeit finden, sich um genau diesen Aspekt zu kümmern!
Es liegt nicht daran, dass sie den Wert ihrer Schlüsselaufgaben nicht erkennen würden oder ihnen einfach keine Zeit widmen wollen. Es liegt schlicht und einfach daran, dass sie versuchen, viel zu viel selbst zu machen. Sie sind so beschäftigt, damit ihr Geschäft am laufen zu halten, dass sie nicht dazu kommen, an den wirklich wichtigen Aufgaben zu arbeiten.
Verwenden Sie die meiste Zeit darauf, unbedeutende Dinge zu erledigen?
Ein eigenes Geschäft zu führen, verlangt von uns viele verschiedenen Rollen zu spielen. Aber viele Menschen, die selbständig sind denken, sie müssten sich auch um alles selbst kümmern. Dieser Trugschluss bezieht dann sogar die Aufgaben ein, von den en sie wissen, dass sie darin nicht besonders gut sind: Sie versuchen, ihre eigenen Websiten zu designen, gestalten ihre eigenen Flyer, schreiben ihre eigenen Werbebriefe, kümmern sich selbst um eingehende Aufträge, bearbeiten ihre eigenen Interessenten-Datenbank und nehmen jeden eingehenden Anruf persönlich entgegen, beantworten jede E-Mail und machen alle Produkte selbst versandfertig und so weiter. Schon sehr bald rennen sie dann nur noch kopflos im eigenen Büro umher.
Schlimmstenfalls passiert es, dass die Leidenschaft und Begeisterung für ihre Arbeit – einer der Gründe, warum sie ihr eigenes Geschäft begonnen haben – in einer Flut administrativem Kram unterzugehen droht. Irgendwann kommt dann der Morgen, an dem sie aufwachen und sich völlig ausgebrannt fühlen ohne all die positive, kreative Energie, die sie benötigen, um ihr Geschäft nach vorne zu bringen.
Für mich wäre es heute fast unmöglich all die Projekte, Aufgaben und Ideen innerhalb kürzester Zeit in effektiv bessere Ergebnisse zu verwandeln, hätte ich nicht die Unterstützung von persönlichen Assistenten. Viele von ihnen leisten hervorragende Arbeit, obwohl sie hunderte von Kilometern von meinem Geschäftssitz entfernt tätig sind. Denn persönliche Assistenten sind ihrerseits selbständig und arbeiten für mich genau an den Aufgaben, die ich nicht selbst machen kann oder will. Damit bin ich nicht nur wesentlich produktiver, weil ich verschiedene Experten zur Verfügung habe, sondern kann mich um einiges früher meinen Freizeitaktivitäten widmen.
Seit kurzem arbeitet ich mit einem Dienstleister, dem ich wirklich jede erdenkliche Tätigkeit bedenkenlos übertragen kann, da ich sogar eine 100 Prozent-Zufriedenheitsgarantie erhalte. Was will man mehr?
Die Leser unter Ihnen, die meinen Newsletter schon viele Jahre lesen, werden sich an einen meien Artikel unter der Überschrift „Die Kosten vertrödelter Zeit“ erinnern. Hätte ich schon damals geahnt, dass es Dienste wie die des ersten deutschen Feierabend-Services gibt – ich hätte schon vor langer Zeit weit mehr delegiert, als ich dies ohnehin schon tue.
Inzwischen könnte ich mein Geschäft, ja sogar große Teile meines gesamten Lebens kaum noch ohne persönliche Assistenten führen, obwohl ich sie zum größten Teil noch nie im meinem Leben gesehen habe.
Was können Sie an einen persönlichen Assistenten delegieren?
Führen Sie während der nächsten Woche Buch über all Ihre Aktivitäten, Dann setzen Sie sich hin und verschaffen sich einen Überblick: Entscheiden Sie, welche Dinge ernsthaft nur Sie allein tun und welche Sie delegieren können.
Einige Beispiele der Dinge, die ich an meine „virtuellen Mitarbeiter“ delegiere:
- Beantwortung eingehender Anrufe
- Buchführung
- Rechungserstellung und -überwachung
- Internetrecherche
- Mailings erstellen
- Website und Webblogs pflegen
- Anzeigen überwachen
- Pressekontakte herstellen
- Seminarunterlagen herstellen
- Hotels auswählen und buchen
- Präsentationen erstellen
- Formatierung meiner Unterlagen
- Online Bücher bestellen
- Versand meiner Hörbucher
- Schreiben meiner Newsletter
und die Liste hört hier noch lange nicht auf.
Eine meiner persönlichen Assistentinnen hilft mir sogar mit meinen Privatsachen z. B.: Urlaubsziele auswählen, Vergleiche von Autoversicherungen oder Erinnerungen an Geburtstage oder andere wichtige Termine.
Dank dieser hervorragenden Unterstützung, kann ich meine Zeit und Energie für meine wichtigen Projekte aufbringen. Kann ich mir das leisten? Die gute Nachricht ist, dass Sie Ihre persönlichen Assistenten nicht Vollzeit beschäftigen. Im Falle von Früher Feierabend erhalten Sie ein Punktekonto, über das die jeweils von Ihnen in Anspruch genommenen Tätigkeiten abgerechnet werden. Auch wenn Sie für diese Dienstleistung einen höheren Satz als für eine Bürofachkraft bezahlen müssten, so haben Sie doch weder Lohnnebenkosten zu tragen noch langfristige Arbeitsverträge einzugehen oder einen Arbeitsplatz samt Equipment zur Verfügung zu stellen. Stattdessen bekommen Sie erfahrene Experten in ihrem jeweiligen Bereich, die von ihren persönlichen Assistentinnen bei Bedarf für besondere Belange engagiert werden.
Bedenken Sie auch, dass eine persönliche Assistentin Sie enorm entlastet und Ihnen freie Zeit verschafft, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auf die Dinge zu konzentrieren, auf die es wirklich ankommt: Ihr eigenes Geschäft, Ihre Selbstvermarktung, das Wachstum Ihrer Firma, die Entwicklung neuer Produktideen, das Generieren neuer Einnahmequellen und den Service für Ihre wichtigsten Kunden. Sie werden sehr bald sehr viel größer Denken und weit mehr kreative Energie entwickeln – soviel ist sicher!
Engagieren Sie einen persönlichen Assistenten, der Ihren Bedürfnissen entspricht. Warten Sie nicht darauf, bis es zu spät ist. Die meisten Menschen heuern erst dann einen persönlichen Assistenten an, wenn sie längst mit dem Kopf gegen die Wand gerannt sind. Dinge wie vergessene Rechungen, ein überfüllter Schreibtisch, die Nichteinhaltung eines Abgabetermins oder unbeantwortete Anrufe häufen sich oft genau so lange, bis das Geschäft unmittelbar vor dem Aus steht.
Höher Sie auf, alles selbst zu tun, werden Sie Chef und engagieren Sie Ihren persönlichen Assistenten. Er wird Sie enorm entlasten und sich unmittelbar auszahlen – garantiert.


Kostenlose Umarmung
6. Oktober 2008Oft gehen wir ja mit Umarmungen sparsam um, sogar bei Menschen, die uns viel bedeuten. Aber vielleicht bekommen Sie mit diesem Video Lust, jemandem eine spontane Umarmung zu schenken?
Nachfolgend können Sie ein Video sehen, das eine wundervolle Kampagne zeigt. Kurz zur Geschichte hinter dem Video:
Juan, das ist der Mann auf diesem Video, ist einmal am Flughafen seiner Heimatstadt Sydney angekommen und hat dabei beobachtet, wie die meisten Menschen von Familienmitgliedern und Freunden empfangen und freudig umarmt wurden. Das weckte in ihm ein Gefühl der Einsamkeit. Er sehnte sich auch nach einer Umarmung.
So ging er eines Tages mit einem „Free Hugs“-Schild auf die Straße. Eine Viertelstunde verging – er wurde von den Menschen angestarrt – bis eine ältere Frau auf ihn zukam. Sie erzählte ihm, dass am Morgen ihr Hund gestorben und genau vor einem Jahr ihre Tochter tödlich verunglückt ist. Und dass sie jetzt eine Umarmung gut gebrauchen könnte.
Das war der Beginn der „Free Hugs Campaign“.
gefunden am 30.9.2008 in dem Blog Zeitblüten von Burkhard Heidenberger

Aktueller Artikel über Telefoncoaching
20. September 2008Unter der Headline
„Neuer Trend Telefon-Coaching – schnell, günstig, effektiv“
fand ich am 18.09.08 nachfolgenden Artikel von Susannah Bahro im Internet:
Ein Phänomen der Zeit ist, dass keiner mehr Zeit hat. Ganz besonders nicht für Dinge, für die man sich eigentlich Zeit nehmen müsste. Einen Termin für ein Coaching zu finden, ist da manchmal gar nicht so einfach.
Oft vergeht zwischen zwei Settings mehr Zeit als geplant, dann fehlt der Anschluss an das letzte Gespräch und an einen effektiven Arbeitsprozess ist schon gar nicht mehr zu denken – hier stimmt es dann: schade um die Zeit!
Einen guten Ausweg bietet da das Telefon, denn Telefon-Coaching ist die ideale Alternative wenn das Zeitbudget knapp ist und die Themen drängen. Örtlich und räumlich unabhängig kann der Coachee den Zeitpunkt seines Coaching selbst bestimmen, und das darf auch mal ganz spontan sein, so lange der Ärger über den Vorgesetzten noch frisch ist oder das negative Gefühl nach einem Kundentermin noch empfindlich drückt. Einfach sofort mit jemandem sprechen können, eine erlebte Situation professionell klären und verstehen oder auch sich in der geführten Reflexion ein Feedback abholen – das sind die größten Vorteile am Coaching per Telefon. Hier bekommt man sofort Unterstützung wenn der Bedarf da ist.
Distanz wird zum Vorteil
Für viele Menschen bietet die Telefonkommunikation auch einen gewissen Schutz, es fällt ihnen leichter, sich am Telefon zu öffnen, als einem Gegenüber. Am Telefon erscheint alles unverbindlicher, ja kann sogar anonym bleiben. Das Telefon erzeugt eine natürlich Distanz. Durch die Reduktion auf die Stimme fällt es leichter, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die Intensität ist im Telefon-Coaching hoch und fördert die Gesprächsbereitschaft und damit die Effektivität. Es eignet sich besonders gut, wenn nächste Handlungsschritte definiert und eingeleitet werden sollen, aber auch um akute Krisen zu entschärfen oder direktes Feedback auf Erlebtes zu bekommen.
Wie im richtigen Leben – nur schneller
Der Gesprächsablauf ist einem persönlichen Coaching weitgehend vergleichbar. Zunächst schildert der Coachee seine Situation. Der Coach wird gezielte Fragen stellen, und damit Impulse setzen, die den Lösungsprozess im Coachee in Gang bringen. Je nach methodischem Background des Coach können kurze Übungen in das Gespräch eingebaut werden. Möglicherweise werden auch kleine praktische Aufgabe gestellt, die dabei helfen, die gewünschte Veränderung schneller im eigenen Leben zu verankern. Das Gespräch endet, wenn der Klient seine Situation geklärt sieht und eine neue Perspektive gefunden hat.
Effizient auch bei den Kosten
Auch der Kostenaspekt spricht für die fernmündliche Alternative: es entstehen keine Ausfallzeiten am Arbeitsplatz durch lange Anreise und der Anrufer behält zudem jederzeit die volle Kontrolle über die Dauer des Gesprächs – und damit auch über die Kosten.
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Fazit
- – - – - – - – - – - – - – -Telefon-Coaching entspricht dem Bedürfnis unserer Zeit nach mehr Individualisierung, gleichzeitig erlaubt es aber eine sehr effektive methodische Umsetzung mit hohem persönlichen Nutzen für den Coachee.

Kampf dem Zeitvampir
30. Mai 2008Von dem Trainer Zach Davis erhielt ich kürzlich eine Mail mit folgender Frage:
Kennen Sie den Zeitvampir? Das ist derjenige, der regelmäßig unerwartet in Ihrem Büro auftaucht. Sie erkennen den Zeitvampir meistens an folgenden Hinweisen:
1) Er taucht in der Regel auf mit der Frage „Haben Sie mal eine Minute?“ und saugt dann mindestens eine halbe Stunde Ihrer Zeit auf.
2) Er bündelt selten seine Anfragen, sondern kommt mit jedem Thema einzeln in Ihr Büro damit er maximal viel Ihrer Zeit aufsaugen kann.
3) Er hat das besondere Talent, immer genau dann aufzutauchen wenn Sie sich inmitten einer besonders wichtigen Aktivität befinden oder unter Zeitdruck stehen.
Hier zwei Tipps im Kampf gegen „Zeit-Vampire“:
1) Machen Sie sich klar, dass der Zeit-Vampir Ihre Zeit aufsaugt und Sie anschließend wesentlicher weniger Zeit zur Verfügung haben. Allein das hilft oft schon, den Schaden zu begrenzen.
2) Informieren Sie darüber, wie viel Zeit Sie gerade zur Verfügung haben, zum Beispiel: „Ich habe 5 Minuten Zeit, dann habe ich einen wichtigen Telefontermin. Reicht die Zeit oder sollen wir uns Übermorgen treffen und alle Punkte gebündelt behandeln?“
Der zweite Tipp ist in leicht abgewandelter Form übrigens auch bei Telefonaten, Meetings und vielen anderen Situationen sehr hilfreich und zeitsparend. Es ist immer leichter, vorher darüber zu informieren wie viel Zeit man hat als dann unerwartet (abrupt) abzubrechen.

Die Sache mit der Umsatzsteuer
23. Januar 2008Das Finanzgericht Düsseldorf hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob beim Verkauf von Regenwürmern der volle Umsatzsteuersatz von (damals) 16 % oder der ermäßigte von 7 % gilt. Das Finanzamt ging von ersterem, der Regenwurmverkäufer und Kläger vom letzterem.
Das Gericht urteilte, dass eine Steuerermäßigung ausgeschlossen sei, weil „die Umsätze des Klägers aus dem Handel mit Regenwürmern ersichtlich nicht zu den Umsätzen mit lebenden Tieren nach Nr. 1 der Anlage gehören, da Regenwürmer nicht zu den abschließend aufgezählten Tierarten gehören“.
Soweit, so klar.
„Die Anwendung des ermäßigten Steuersatzes folgt auch nicht aus der laufenden Nr. 3 der Anlage. Danach unterliegen dem ermäßigten Steuersatz Fische und Krebstiere, Weichtiere und andere wirbellose Wassertiere, ausgenommen Zierfische, Langusten, Hummer, Austern und Schnecken. Diese Vorschrift verweist auf Kapitel 3 des Zolltarifs, so dass es für die Auslegung der einzelnen Regelungen der Anlage auf die zolltarifliche Vorschriften und Begriffe ankommt“
Ach so!
„Nach ihrem Wortlaut umfasst die im Streitfall allein in Betracht kommende Tarifnummer 03.07 zunächst Weichtiere, auch ohne Schale, lebend, frisch, gekühlt, gefroren, getrocknet, gesalzen oder in Salzlake“
Frischer Regenwurm, lebend in Salzlake?
„In den der Tarifnummer weiter zugeordneten Untergruppierungen sind Regenwürmer nicht ausdrücklich erwähnt, so dass die Zuordnung zu der Tarifnummer 03.07 nur dann vorzunehmen wäre, wenn es sich bei Regenwürmern um Weichtiere im Sinne dieser Tarifnummer handeln würde.“
Hier behalf sich das Gericht nun mit der „Enzyklopädie des Tierreichs“ von Dr. Grzimek und machte umfangreiche Ausführungen zur Einordnung verschiedener Regenwurmarten zu den Gürtel-, Glieder- und Ringelwürmern, damit also zu den „Wenigborstern“, die – wie man ja weiß – zu den Gliedertieren gehören und gegenüber den „Mollusca“ (Weichtieren) einen eigenständigen Stamm bilden. Bereits deswegen hätte dem Kläger auch ohne Biologiestudium doch sofort einleuchten müssen, dass der ermäßigte Steuersatz keinesfalls in Betracht kommt!
Denn schließlich zählen Regenwürmer „auch nicht zu den in Tarifnummer 03.07 ebenfalls genannten wirbellosen Wassertieren. Eine solche Zuordnung kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil es sich bei Regenwürmern zwar um Wirbellose, nicht jedoch um Wassertiere handelt. Maßgeblich ist insoweit allein, dass der Regenwurm zu den Landbewohnern zählt. Zwar ist der Regenwurm durchaus in der Lage, eine gewisse Zeit im Süßwasser zu überleben, dennoch – und nur darauf kommt es für die Zuordnung an – hat sich der Regenwurm im Laufe der stammesgeschichtlichen Entwicklung zu einem Landtier entwickelt, als dessen natürliche Lebensraum der Erdboden anzusehen ist“.
Um letzte Zweifel an der Richtigkeit der Anwendung des höheren Regelsteuersatzes auszuschließen, stellte das Gericht abschließend fest, dass selbstverständlich auch keine Ermäßigung nach Nr. 37 der Anlage zu § 12 Umsatzsteuergesetzes in Betracht komme. Wohl unangreifbar heißt es dazu:
„Bei den Regenwürmern handelt es sich nicht um zubereitetes Futter“!
Dem ist nichts hinzuzufügen. Das hätte der Kläger aber auch wirklich selbst wissen können…!
(Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf vom 25.04.1994 – Az. 5 K 2536//91 U)


