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Der Traum des Schmetterlings

28. Januar 2013

Meinen Sinn für Per­spektive erweckte ein Erlebnis, über das der Taoist Tschuang-tzu vor Tausenden von Jahren berichtete, also in einer Zeit, als die Menschen noch nicht von Reizen überflutet wurden, die sie vom Nachdenken über sich selbst ablenkten:

Vor langer Zeit träumte ich, dass ich ein Schmetterling sei, der hin und her flatterte, in jeder Hinsicht ein Schmetterling. Ich war mir nur bewusst, dass ich meinen Neigungen als Schmetter­ling folgte, und war mir meiner Individualität als Mensch nicht bewusst. Plötzlich erwachte ich, und da lag ich, wieder ich selbst. Jetzt weiß ich nicht, ob ich damals ein Mensch war und geträumt hatte, ich sei ein Schmetterling, oder ob ich jetzt ein Schmetterling bin und träume, dass ich ein Mensch sei.

Und da sitzen Sie und zerfransen sich vor Sorgen wegen ein paar unbe­zahlter Rechnungen, wegen Meinungsverschiedenheiten mit ihrer Freun­din oder wegen der Rechnung für eine Autoreparatur, die um hundert Euro über dem Kostenvoranschlag liegt, und dabei sind Sie vielleicht nichts anderes als ein verdammter Schmetterling, der einen Alptraum hat!

Quelle: R. J. Ringer – aus  „Werde Nr .1 – Du bist Dir selbst der Nächste!“

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