Archive for the ‘Fun ;-)’ Category

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Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2016

24. Dezember 2015

Wir wünschen allen unseren Kunden, Klienten & Coach ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch
 

in ein glückliches, gesundes & erfolgreiches neues Jahr!

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„Hold the line“

10. Februar 2015

Heute morgen erreicht mich um 9:08 Uhr auf dem Weg ins Büro ein Anruf meines Telefonsekreteriats.

Darin fragt mich ein Teilnehmer meines Premium Coaching Programmes, ob denn die für 9 Uhr anberaumte Telefonkonferenz noch stattfinden würde, bei der er jetzt seit geschlagenen 10 Minuten Musik gehört hatte?

Schnell müssen wir feststellen, dass der Effizientertainer den Termin fälschlicherweise eine halbe Stunde später eingetragen hatte.

Und so begab es sich, dass bei der Einwahl des Konferenzleiters um 9:13 Uhr bereits fünf geduldige Klienten in der Wartschleife ausharrten.

Die fehlenden Teilnehmer hatten nicht etwa schon aufgegeben, sondern trudelten nach und nach ein, weil ihr Zeitmanagement noch chaotischer ist als das ihres Coaches: Sie riefen mit halbstündiger Verspätung an. 😉

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Restaurantbesuch 2014

30. September 2014

Ein berühmtes New Yorker Restaurant heuerte eine Firma an, die herausfinden sollte, weshalb das Restaurant fortlaufend schlechte Kritiken erhielt. Das Ergebnis dieser Untersuchung war so interessant, dass das Restaurant beschloss, es zu veröffentlichen:

Seit Jahren ist unser Restaurant sowohl bei Touristen als auch bei Ortsansässigen gleichermaßen beliebt. Doch obwohl wir seit mehr als zehn Jahren annähernd die gleiche Anzahl an Kunden täglich bedienen, unser Personal aufgestockt und die Speisekarte verkleinert haben scheint es so, als wäre unser Service unglaublich langsam. Dies und die Tatsache, dass man offenbar sehr lange auf einen Tisch warten muss, sind die auf Bewertungs-Website meistgenannten Kritikpunkte an uns.

Als wir eine Firma anheuerten, die uns helfen sollten, dem auf den Grund zu gehen, war deren erster Gedanke, dass unser Service- und Küchenpersonal nicht ausreichend geschult sei, um die Zahl unserer Gäste zu bewältigen.

Da wir, wie die meisten Restaurants in New York, ein Überwachungssystem besitzen, wollten wir dies mithilfe der Aufzeichnung überprüfen. Etwa zehn Jahre zuvor haben wir auf ein digitales System umgestellt, aber die letzten vier Bänder unseres alten Überwachungssystem befand sich noch in den Geräten, weshalb wir den 1. Juli 2004 mit dem 3. Juli 2014 (beide Male Donnerstage) vergleichen konnten.

Wie wir feststellen konnten, war das Aufkommen an Kunden an beiden Tagen nahezu identisch. Durch den Vergleich von 45 Bestellungen gelangten wir zu einer Erklärung für das Problem:

2004

Eine Gruppe von Gästen betritt das Lokal
Ihnen wird ihr Platz gezeigt und die Speisekarte überreicht. 3 von 45 Gästen fordern einen anderen Platz.
Nach etwa 8 Minuten schließen die Kunden die Speisekarte und geben ihre Bestellung auf.
Ein Kellner nimmt die Bestellung sofort entgegen.
Nach etwa 6 Minuten werden die ersten Vorspeisen serviert, wobei die etwas komplizierteren ein wenig länger brauchen.
2 von 45 Gästen schicken etwas zurück.
Die Kellner behalten ihre Tische im Auge, so dass sie bei Bedarf auf die Wünsche der Gäste eingehen können.
Nach dem Essen bezahlen und gehen die Gäste durchschnittlich innerhalb von 5 Minuten.

Die durchschnittliche Zeit vom Betreten bis zum Verlassen des Restaurants beträgt damit ungefähr 1 Stunde und 5 Minuten.

2014

Eine Gruppe von Gästen betritt das Lokal.
Ihnen wir ihr Platz gezeigt und die Speisekarte überreicht. 18 von 45 Gästen fordern einen anderen Platz.
Bevor sie die Speisekarten überhaupt öffnen, machen einige Fotos mit ihrem Smartphone, während andere offenbar irgendetwas anders tun.
7 von 45 Gästen halten vorbeikommende Kellner auf, um ihnen etwas auf dem Smartphone zu zeigen. Dies dauert durchschnittlich 5 Minuten. Die Kellner geben auf Nachfrage hin an, dass die Gäste Probleme mit dem WLAN hatten und Hilfe bräuchten.
Wenn nun ein Kellner am Tisch vorbeikommt und nach der Bestellung fragt, bitten die Gäste um mehr Zeit, da die Mehrzahl von ihnen ihre Speisekarte noch nicht einmal geöffnet hat.
Der letzte Schritt wiederholt sich ein paar Mal, bis auch der letzte Gast das Smartphone lang genug weggelegt hat, um sich sein Essen auszusuchen.
Bis zum Aufgeben der Bestellung sind also schon durchschnittlich 21 Minuten vergangen.
Nach etwa 6 Minuten werden die ersten Vorspeisen serviert, wobei die etwas komplizierten ein wenig länger brauchen.
26 von 45 Gästen machen etwa 3 Minuten lang Fotos vom Essen.
14 von 45 Gästen machen noch einmal 4 Minuten lang Bilder von den anderen vor dem Essen bzw. beim Essen.
9 von 45 Gästen schicken etwas zurück, um es noch einmal aufwärmen zu lassen, da es kalt geworden ist währen sie die Fotos geschossen haben.
27 von 45 Gästen bitten den Kellner, ein oder mehrere Gruppenfotos zu machen, bis ihnen allen eins davon gefällt. Dies dauert etwa 5 Minuten.
Nach dem Essen brauchen die Gäste im Schnitt 20 Minuten länger, um die Rechnung zu fordern, da sie noch mit ihren Smartphones beschäftig sind.
Nach dem Bezahlen der Rechnung bleiben sie aus demselben Grund noch etwa 15 Minuten länger sitzen als vor 10 Jahre.
8 von 45 Gästen rempeln beim Herausgehen andere Gäste an, weil sie nur auf ihr Smartphone starren.

Die Durchschnittliche Zeit vom Betreten bis zum Verlassen des Restaurants beträgt damit ungefähr 1 Stunde und 55 Minuten.

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Wunderheiler

23. September 2014

Es war ein wunder(!)barer Abend gestern im ausverkauften Festsaal des Kurhauses in Baden-Baden.

Der Arzt, Comedian und Redner Dr. Ekart von Hirschhausen lud zur Sprechstunde.

pressefoto_evh_wh_2„Jesus konnte Wasser zu Wein verwandeln. Aber ist es nicht mindestens genau so erstaunlich, dass der Mensch in der Lage ist, aus dem ganzen Wein über Nacht wieder Wasser zu machen?“

Comedy, Publikumsaktionen und Musik mischen sich bei dem großartigen Entertainer mit Zauberei und Staunen über die Wunder des Körpers. Dabei schlägt Hirschhausen durchaus auch einmal etwas leisere Töne an, was ihn für mich noch angenehmer von vielen seiner Berufskollegen abhebt.

Im passenden Rahmen der Kurstadt entkrampfte er den Streit zwischen Schul- und Alternativmedizin und zeigte mit viel Humor, warum Placebos sogar wirken, wenn man nicht daran glaubt!

Woran kann man noch glauben? Was ist fauler Zauber, was heilsame Selbsttäuschung? Den Zuschauer erwartet eine spontane Wunderheiler-Operation, der Pianist fängt an zu schweben und dank Homöopathie wächst eine abgetrennte Hand wieder an. Weitere spontane Wunder vor Ort nicht ausgeschlossen.

Es lohnt sich, dieses Live-Erlebnis live zu erleben! 😉

Hier geht es zu den verfügbaren Terminen und Tickets

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Der beste Urlaubs-Autoresponder aller Zeiten

2. September 2014

Access code

Vergangene Woche erreichte mich der beste Autoresponder aufgrund urlaubsbedingter Abweseneheit, den ich je gelesen habe (zugegeben, meistens lese ich sie gar nicht).

Der Absender: Ein Redakteur der Wirtschaftswoche. 😉

Meine Hochachtung!

Sehr geehrte Damen und Herren,

es gibt viele gute Gründe, eine Email nicht zu beantworten. Zorn. Desinteresse. Überlastung.

Der beste: Urlaub. Habe ich jetzt.

Teil des diesjährigen Sommerurlaubs ist ein Selbstexperiment. Weder Mails, kein Facebook, kein Twitter. Die Quoten, dass ich das durchhalte sind in etwa so, wie sie das für das 7:1 vor dem Spiel #BRAGER waren.

Aber – ein Versuch ist es wert. Ich bin also: Nicht erreichbar. Nicht mal ein kleines wenig. Gar nicht. Ich habe sogar eine Strategie entwickelt. Und ein Buch bereit gelegt. Statt Mail, Twitter, Facebook. Ein fürwahr kühnes Unterfangen, für das ich auch Ihre Unterstützung gut gebrauchen kann.

Wenn Ihr Anliegen also von immenser Wichtigkeit ist: Halten Sie diese aufrecht bis zum … . Dann bin ich digital entschlackt wieder für Sie da. Wenn Ihr Anliegen aber terminlich nicht aufzuschieben ist: Mein Kollege … ist da, den Sie auch unter … erreichen. 

Besten mental schon analogen Gruß

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Ice Bucket Challenge

21. August 2014

Mark Zuckerberg hat sich nass gemacht, Bill Gates (von Zuckerberg nominiert) inszenierte die Herausforderung spektakulär und jetzt ist sie auch in Deutschland angekommen – die Ice Bucket Challenge.

Die ALS Ice Bucket Challenge (deutsch: Eiskübel-Herausforderung) besteht darin, sich einen Eimer kaltes Eiswasser über den Kopf zu gießen und hiernach drei Leute zu nominieren, die dann 24 Stunden Zeit haben, es einem gleichzutun. Tut man dies nicht, soll man 100 Dollar bzw. Euro an die ALS Association spenden.

Die Challenge dient dazu, auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam zu machen und für die Erforschung und Bekämpfung dieser zu spenden.

Das Prinzip hinter der Aktion: Handykamera an, ein kurzes Statement abgeben, dann folgt schon die eiskalte Dusche aus einem Eimer. Entweder kippt man sich das Wasser einfach selbst über den Kopf oder man engagiert jemanden, der das mit süffisanter Schadenfreude gerne übernimmt. Anschließend nominiert man noch drei Kandidaten. Nach der Ernennung bleiben den Nominierten 24 Stunden Zeit, ist nach diesen noch kein Eiswasser-Video online, muss man für einen guten Zweck spenden.

Zahlreiche Prominente haben die Herausforderung bereits angenommen.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/prominente-machen-bei-ice-bucket-challenge-mit-13107643.html

Das finde ich großartig und habe es mir deshalb nicht nehmen lassen, ebenfalls teilzunehmen 🙂

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SukuDo und die Vorzüge der Selbständigkeit

30. Januar 2014

Heute, am SukuDo, werden mir die Vorzüge der Selbständigkeit mal wieder so richtig bewusst!

Fussnote:

Der SukuDo (= Super kurze Donnerstag) wurde von mir soeben (Donnerstag, 30. Januar 2014) als Gegenpol zum vielgescholtenen SchlaDo (= das Ausschreiben ist an dieser Stelle wohl überflüssig) ins Leben gerufen.

Ich erwäge gar, den Begriff unmittelbar nach Fertigstellung dieses Beitrages als Marke schützen zu lassen. Auch einem Wikipedia-Eintrag steht natürlich nichts entgegen, solange ich als geistiger Vater dieser lebensqualitätssteigernden Massnahme hinreichend gewürdigt werde.

Aber zurück zum eigentlichen Kern dieses Blogposts: Zu diesem SukuDo jedenfalls habe ich heute morgen mit meiner Partnerin spontan beschlossen, bereits am Nachmittag einen Ausflug in ein nahegelegenes Day Spa zu machen, um es uns einfach mal grundlos gutgehen zu lassen.

Das ist insbesondere deshalb eine so großartige Idee, weil auf der To do-Liste des heutigen Bürotag heute besonders viele Herausforderungen und Aufgaben mit eher geringem Spaßfaktor standen.

Aber durch unsere kurzentschlossene Verabredung zu Sauna und Wellness gingen diese nicht nur umso schneller von der Hand, sondern wird mir mal wieder so richtig bewusst, wie dankbar ich sein kann, meine Zeit selbst einteilen und meine Ergebnisse selbst bestimmen zu dürfen.

Wer weiß: Vielleicht werde ich den SukuDo zu einer festen Institution machen. 😉 Zumindest in meinem Leben.

Wie sieht es bei Euch aus? Müsst ihr als Angestellte und/oder Dienstleister heute eine Extra-Schicht einlegen oder könnt auch ihr von Glück sagen, dass ihr selbst weitgehend frei über Eure Zeit verfügen könnt? Und falls ja, wie wäre es dann mit einem SukuDo schon kommende Woche? Und was steht dann auf Eurem Plan?

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10 untrügliche Anzeichen dafür, dass Sie Ihr Unternehmen nach veralteten Zeitmanagementprinzipien führen

31. Oktober 2013

Viele Unternehmer klagen darüber, dass sie mehr Arbeit als Zeit haben. Doch ist das wirklich so?

Nein. Die meisten Selbständigen verschwenden sowohl ihre Arbeitszeit als auch die ihrer Mitarbeiter, weil sie versuchen, ihr Unternehmen nach den veralteten Prinzipien eines überholten Zeitmanagements zu führen.

Bild 1
Die nachfolgende Hitliste zeigt, welche Faktoren am meisten Zeit fressen und damit die persönliche und unternehmerische Produktivität ausbremsen.

Die Top 10 der untrüglichsten Anzeichen dafür, dass ein Unternehmen nach veralteten Zeitmanagementprinzipien geführt wird:

1.    Ihre Arbeitstage sind länger als 10 Stunden

Ein Unternehmer, der nicht in der Lage ist, in acht Stunden einen guten Job zu machen, wird es auch in 10, 12 oder 14 Stunden nicht zu nennenswert besseren Ergebnissen bringen. Nach einer Selbsteinschätzung amerikanischer CEOs liegt die durchschnittliche produktive Arbeitszeit bei weniger als 50 Minuten pro Tag. Der Grad Ihrer Produktivität wird nicht durch die Dauer Ihrer Anwesenheit bestimmt, sondern durch Ihre Fähigkeit, dafür zu sorgen, dass wesentliche Aufgaben bewältigt werden. Demnach sollte es auch nicht ihr Hauptanliegen sein, die eigene Vollbeschäftigung zu sichern. Arbeiten Sie nicht mehr, sondern anders.

2.    Sie bezahlen Ihre Mitarbeiter nach Anwesenheit statt nach Ergebnissen

Geld kriegt, wer da ist. Aber wie steht es um den Grad der Wirksamkeit? Ob durch Leistungsanreize wie Provisionszahlungen oder Erfolgsprämien oder das Arbeiten im Home Office oder in Projektteams – wenn Sie sich bessere Ergebnisse Ihrer Mitarbeiter wünschen, müssen Sie für die entsprechenden Rahmenbedingungen sorgen. Deshalb gehen moderne Unternehmen auch mehr und mehr dazu über, entsprechend fortschrittliche Entlohnungssysteme und Führungsstrukturen einzuführen.  Einen Mitarbeiter, der in der Lage ist, seinen Job in der Hälfte der Zeit zu erledigen, sollten Sie befördern, nicht feuern.

3.    Sie starten und beenden Ihren Tag prinzipiell mit dem Überprüfen Ihrer E-Mails

Lassen Sie sich nicht vom Diktat des Dringlichen täuschen. Jedes Abrufen Ihres E-Mail-Postfaches stellt eine Ablenkung dar. Während Sie E-Mails beantworten, reagieren Sie damit lediglich auf Störungen von außen. Damit ist es Ihnen unmöglich, Ihr Unternehmen in den wesentlichen Fragen voranzubringen. Die Bearbeitung von E-Mails sollte daher, ebenso wie jede andere Form der Kommunikation, wie etwa Telefonate oder Besprechungen, in jedem Fall limitiert und blockweise zu festen Zeiten durchgeführt werden.  Dies gilt in besonderem Masse auch für Soziale Netzwerke, YouTube, Nachrichten und Blogs.

4.    Ihre Kunden müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen

Zeit ist das neue Kapital und Geschwindigkeit ist seine Währung. War es in der Vergangenheit ausreichend, sich lediglich das Schlagwort „Qualität“ auf die Fahnen zu schreiben, ist dies inzwischen für jeden Kunden längst zu einem Selbstverständnis geworden. Ihr Kunde erwartet Geschwindigkeit. Tempo ist das wichtigste Mittel, um Ihren Kunden Service zu bieten. Ist Ihr Unternehmen zu langsam, wirkt sich die Beschleunigung unseres Wirtschaftslebens sogar kontraproduktiv aus: Binnen Sekunden ist der Unmut veröffentlicht und verbreitet und damit zusätzlich potenziert.

5.    Ihr Handy ist rund um die Uhr auf Empfang

Ständige Erreichbarkeit ist kein Erfolgsnachweis, das fortwährende Abrufen neuer Nachrichten kein Statussymbol und der regelmäßige Blick auf das Handy kein Meditationsmantra.  Ob im Restaurant, der Besprechung oder beim Spaziergang. Schalten Sie das Handy aus. Während wir vor Jahren noch durch ständige Gespräche gestört wurden, beschränkt es sich heute auf das Wischen über den Bildschirm. Der Grad Ihrer Freiheit wird durch die Dinge bestimmt, um die Sie sich nicht kümmern müssen. Gleiches gilt für Ihr Notebook und Ihren Tablet-PC. Bekämpfen Sie Ihre Sucht.

6.    Der letzte 14-tägige Urlaub liegt bereits Jahre zurück

Sie trauen sich nicht, Ihr Unternehmen länger als eine Woche allein zu lassen, weil es sonst drunter und drüber geht? Erfolgreiche Unternehmer verstehen, dass es das größte Ziel des Chefs sein muss, das Geschäft unabhängig von ihm zu führen.  Deshalb: Schaffen Sie wirksame Kontrollmechanismen. Wenn Sie genötigt sind, selbst regelmäßig nach dem Rechten zu sehen, besitzen Sie keine Freiheit, sondern sind der Sklave. Denn: Bedeutende Menschen haben Personal. Gutes Personal.  Wenn Ihre Mitarbeiter während Ihrer Abwesenheit nicht in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen und Probleme zu lösen, stellt sich die berechtigte Frage: Wer hat sie überhaupt eingestellt? Und warum?

7. Sie sitzen regelmäßig mehr als 20 % Ihrer Zeit in Meetings

Meetings sind eine der größten Verschwendungen von Zeit und Geld. Ob Sie diese selbst leiten oder Ihre Mitarbeiter von einer Besprechung zur nächsten jagen, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Tatsache ist: Nichts wird je in einem Meeting erledigt. Dennoch erinnert uns der Kalender fast täglich an irgendwelche Arbeitsbesprechungen, in denen man Dinge erfährt, die man ohnehin schon weiß und Probleme abnickt, statt Lösungen zu finden. Während Sie also Ihre hochbezahlten Führungskräfte länger und häufiger als unbedingt erforderlich um sich scharen, erledigt Ihr Wettbewerber seine Aufgaben.

8.    Sie betreiben eine Politik der offenen Tür

Sie sind für ein Team von Mitarbeitern zuständig? Sie haben oft das Gefühl, dass es Sie zu viel Zeit oder Energie kostet, Aufgaben zu delegieren? In Ihrem Team hat sich herumgesprochen, dass Sie jederzeit für alles und jeden ein offenes Ohr haben? So ist es wenig verwunderlich, dass sich bei allem Termindruck und  Stress auch noch unerledigte Projekte auf Ihrem Schreibtisch stapeln und Sie zu Überstunden zwingen, während Ihre Mitarbeiter pünktlich den Heimweg antreten. Grundsätzlich signalisieren Ihnen Zeitdiebe mit jeder Störung, dass deren Zeit wertvoller ist als Ihre. Lassen Sie das auf keinen Fall zu. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter nicht ständig Zutritt zu Ihrem Büro haben. Nur wenn Sie sich abschotten,  können Sie sich eigenen, wichtigen Projekten widmen. Um erfolgreich an wichtigen Zielen arbeiten zu können, sorgen produktive Unternehmer daher für Zeiten, in  denen Sie nicht gestört oder nicht gefunden werden.

9.    Sie kommen vor lauter Alltagsgeschäft nicht dazu, sich um Ihre wesentlichen unternehmerischen Aufgaben zu kümmern

Egal in welcher Branche Sie tätig sind: Die Hauptaufgabe jedes Unternehmers ist es, seine Zeit in Geld zu verwandeln. Häufig wird dies jedoch dadurch verhindert, dass Sie Tag für Tag in erster Linie damit beschäftigt sind, brennende Feuer zu löschen. Und so arbeiten Sie einen Großteil Ihrer Zeit im statt am Unternehmen. Und müssen sich, wenn Sie abends erschöpft ins Bett fallen, selbstkritisch die Frage stellen: War ich heute eigentlich produktiv oder nur beschäftigt? Als produktiver Unternehmer liegt es beispielsweise in Ihrer Verantwortung, Ihr Unternehmen für die Zukunft aufzustellen, Ideen zu generieren, persönlich zu wachsen und Strategien zu entwickeln.

10. Sie halten es für einen Nachweis Ihres Erfolges, „keine Zeit“ zu haben

Gerade als Selbständiger ist es schwer, die Arbeit ruhen zu lassen und wirklich abzuschalten. Aber so können Sie weder Ihren Akku wieder aufladen noch den Bedürfnissen Ihrer Familie gerecht werden. Bedingt durch die zunehmenden gesundheitlichen Folgen der Überarbeitung vollzieht sich gegenwärtig ein Umdenken in unserer Gesellschaft: Künftig wird zunehmend derjenige als erfolgreich angesehen, dem es gelingt, sein Unternehmen unabhängig von seiner Arbeitskraft zu führen. Der Leistung und Lebensqualität Raum gibt. Deshalb: Nehmen Sie keine Arbeit nicht mit nach Hause, schreiben Sie Ihren Mitarbeitern nach zwanzig Uhr keine Mails mehr und fahren Sie nicht auch noch am Wochenende ins Büro. Wofür zahlen Sie eigentlich die Beiträge zum Golf- oder Tennis-Club? Niemand wird sich am Ende seines Lebens wünschen, er hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen.

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Das Wettrudern

24. April 2012

Vor einiger Zeit verabredete eine deutsche Firma ein jährliches Wettrudern gegen eine japanische Firma, das mit einem Achter auf dem Rhein ausgetragen wurde. Beide Mannschaften trainierten lange und hart, um ihre höchsten Leistungen zu erreichen. Als der große Tag kam, waren beide Mannschaften topfit, doch die Japaner gewannen das Rennen mit einem Vorsprung von einem Kilometer. Nach dieser Niederlage war das deutsche Team sehr betroffen, und die Moral war auf dem Tiefpunkt. Das obere Management entschied, dass der Grund für diese vernichtende Niederlage unbedingt herausgefunden werden müsse. Ein Projektteam wurde eingesetzt, um das Problem zu untersuchen und um geeignete Abhilfemaßnahmen zu empfehlen. Nach langen Untersuchungen fand man heraus, dass bei den Japanern sieben Leute ruderten und ein Mann steuerte, während im deutschen Team ein Mann ruderte und sieben steuerten. Das obere Management engagierte sofort eine Beraterfirma, die eine Studie über die Struktur des deutschen Teams anfertigen sollte. Nach einigen Monaten und beträchtlichen Kosten kamen die Berater zu dem Schluss, dass zu viele Leute steuerten und zu wenige ruderten. Um eine weitere Niederlage gegen die Japaner vorzubeugen, wurde die Teamstruktur geändert. Es gab jetzt vier Steuerleute, zwei Obersteuerleute, einen Steuerdirektor und einen Ruderer. Außerdem wurde für den Ruderer ein Leistungsbewertungssystem eingeführt, um ihm mehr Ansporn zu geben. „Wir müssen seinen Aufgabenbereich erweitern und ihm mehr Verantwortung geben.“ Im nächsten Jahr gewannen die Japaner mit einem Vorsprung von zwei Kilometern. Das Management entließ den Ruderer wegen schlechter Leistungen, verkaufte die Ruder und stoppte alle Investitionen in ein neues Boot. Der Beratungsfirma wurde ein Lob ausgesprochen, und das eingesparte Geld wurde dem oberen Management ausbezahlt.

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Der Kreislauf des Geldes

16. November 2011

Es ist ein trüber Tag in einem griechischen Dorf. Es regnet und alle Straßen sind wie leer gefegt.

Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump.

An diesem Tag fährt ein reicher deutscher Tourist durch das griechische Dorf und hält bei einem kleinen Hotel. Er sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen. Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel.

Als der Besucher die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine Schulden. Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Straße runter und bezahlt den Bauern. Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung beim Genossenschaftslager. Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zur Kneipe und bezahlt seine Getränkerechnung. Der Wirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte. Die Hure rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehende Zimmerrechnung mit den 100 Euro.

Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen. In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt und er verlässt die Stadt.

Niemand produzierte etwas. Niemand verdiente etwas.

Alle Beteiligten sind ihre Schulden los und schauen mit großem Optimismus in die Zukunft.

Quelle: A. Ackermann

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