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13 entscheidende Kriterien für die perfekte Zielformulierung

21. Februar 2017

Planung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiches Zeitmanagement. Nicht umsonst gilt der Grundsatz: Verdopple die Planungszeit, halbiere die Zeit der Umsetzung.

Eine der entscheidenden Grundlagen der Zielplanung ist es, vom Großen ins Kleine zu denken. Der Vorteil langfristiger Zielplanung besteht darin, dass wir uns nicht von der Gegenwart einschränken lassen.

Im Regelfall setzen wir uns nur realistische Jahresziele, die ein moderates Plus für das Folgejahr beinhalten. Am Ende des Jahres überprüfen wir, ob wir diese Ziele erreicht haben und wiederholen den Prozess in ähnlicher Dimension. Doch kaum ein Unternehmer kann die Frage beantworten, wo er in fünf bis zehn Jahren stehen will. Weder mit seinem Unternehmen noch in allen anderen Bereichen. Dabei erschließen sich, sobald wir beginnen, entsprechend groß zu denken, ganz andere Dimensionen.

Stellen Sie sich eine Zielscheibe vor, auf die wir Pfeile werfen. Da wir die höchste Punktzahl in der Mitte erreichen wollen, zielen wir genau auf diese Stelle. Unsere Treffsicherheit wird am Anfang allerdings einiges zu wünschen übrig lassen. Vermutlich geht sogar mancher Pfeil komplett daneben. Und sicher werden einige Pfeile in den äußeren Ringen der Scheibe landen.

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Stellen Sie sich jetzt vor, Sie haben als Hauptziel für Ihr Unternehmen festgelegt, dass Sie ein Umsatzplus von zehn Prozent erreichen möchten. Die 10 steht in der Mitte Ihrer Zielscheibe.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Sie in den äußeren Ringen – ohne routinierte Zielgenauigkeit – vielleicht ein oder zwei Prozent an Umsatzwachstum vorfinden. Sollten Sie einen dieser Ringe erreichen, dann werden Sie sich am Ende des Jahres genau dieses Ergebnis als Maßstab nehmen, um das Ziel für das Folgejahr festzulegen. Und schon befinden Sie sich in einer wiederkehrenden Spanne, die irgendwo zwischen fünf und bestenfalls zehn Prozent liegen wird.

So arbeiten wir also von Jahr zu Jahr an einem normalen Prozess der Zielsetzung, bei dem wir am Ende sicherlich den einen oder anderen Fortschritt verzeichnen können, der uns unseren großen Visionen aber nicht entscheidend näher bringt. Nichts gegen bescheidenes Umsatzwachstum, aber Sie müssen sich schon nach der Sonne strecken, um an den Wolken zu kratzen.

Auf Ihre Zielscheibe gehört deshalb ein großes, ehrgeiziges und motivierendes Ziel. Zum einen weckt dies weit mehr Ressourcen – zum anderen ist dann auch das, was auf dem äußeren Ring liegt, um ein Vielfaches attraktiver. Warum also nicht auf lange Sicht den Umsatz verdreifachen?

Nehmen wir also an, Sie streben ein monatliches Einkommen von 10.000 Euro an. Wenn diese Zahl nun in der Mitte Ihrer Zielscheibe steht und Sie Ihr Ziel zunächst verfehlen oder noch nicht fein justiert darauf zielen, dann befindet sich im äußeren Ring möglicherweise nur ein Einkommen 2.000 oder 3.000 Euro. Wenn Sie stattdessen aber auf ein Einkommen von 100.000 Euro zielen, dann ist klar, dass Sie vieles völlig anders machen müssen als bisher. Sie beginnen, groß zu denken und werden richtig Gas geben. Sie denken außerhalb Ihrer bisherigen Möglichkeiten und werden nach entsprechenden Optionen Ausschau halten, um Ihr Ziel zu erreichen. Denn je größer das Ziel ist, je mehr Ressourcen werden zwangsläufig auch aktiviert. Sollten Sie Ihr Ziel jedoch verfehlen, so erwartet Sie eine Belohnung in den äußeren Bereichen, die irgendwo zwischen 10.000 bis 30.000 Euro liegt. Damit ist zumindest Ihr ursprüngliches Ziel erreicht oder bereits um ein Vielfaches übertroffen.

Analoges gilt für alle anderen Lebensbereiche. Als Beispiel eignet sich jedoch ein Finanzziel wunderbar, weil es so gut messbar ist.

Da der Part der Zielplanung von so entscheidender Bedeutung ist, arbeite ich mit meinen Klienten häufig bis zu zwei Monate daran, entsprechend motivierende Ziele zu definieren. Lassen auch Sie die Macht großer Ziele für sich wirksam werden.

Nachfolgende 13 Kriterien sollte eine ideale Zielformulierung enthalten

  1. Ist das Ziel schriftlich festgehalten?
  2. Ist das Ziel kurz formuliert und in weniger als einer Minute zu lesen?
  3. Ist das Ziel in der Ich-Form geschrieben?
  4. Ist das Ziel in der Gegenwartsform als bereits erreicht formuliert?
  5. Ist das Ziel positiv formuliert?
  6. Ist das Ziel exakt und konkret messbar formuliert?
  7. Ist das Ziel für mich erreichbar?
  8. Ist das Ziel für mich bildhaft vorstellbar?
  9. Ist das Ziel zeitlich begrenzt?
  10. Ist das Ziel mein eigener Wunsch?
  11. Ist das Ziel für mich eine echte Herausforderung?
  12. Steht das Ziel im Einklang mit meinen Werten?
  13. Treibt mich die Vorstellung, das Ziel erreicht zu haben, zum Handeln an, motiviert es mich und habe ich das unerschütterliche, brennende Verlangen, mich voll für das Erreichen dieses Zieles einzusetzen?
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Auf der Überholspur – den digitalen Wandel produktiv nutzen

1. Dezember 2016

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Welche Chancen das Geschwindigkeitszeitalter Ihrem Unternehmen bietet

Es ist eine traurige Tatsache: Im Zeitalter der Informationsüberflutung hat unsere Aufmerksamkeitsspanne die eines Goldfisches erlangt. Ganze acht Sekunden sind wir noch fähig, maximale Konzentration aufzubringen. Der Fisch schafft eine Sekunde länger.

Einhergehend mit dieser neuronalen Entwicklung hat sich zeitgleich eine weitere  Fähigkeit drastisch reduziert: Wir haben keine Geduld mehr. Zu Warten erscheint uns seit jeher als verschwendete Lebenszeit. Doch die Spanne, die uns gerade noch zumutbar erscheint, verkürzt sich rapide. Häufig empfinden wir „pünktlich“ bereits als das neue „zu spät“.

Warum genießt Geschwindigkeit dennoch ein so negatives Image?

Grundsätzlich mutet sie vor allem für diejenigen beängstigend an, die stehen bleiben. Wenn Sie je versucht haben, einen Reifen auf dem Standstreifen der Autobahn zu wechseln, wissen Sie, wovon ich spreche. Plötzlich muten 130 Stundenkilometer nach Lichtgeschwindigkeit an. Ein Tempo, dass Sie hinter Ihrem Steuer wohlmöglich noch als gemütliches Cruisen empfunden haben.

Diese Empfindungen sind es auch, die uns hier zu einer subjektiven Bewertung veranlassen: Während wir problemlos stundenlang durch die sozialen Netzwerke surfen, hämmern wir wie in Trance fortwährend auf den “Tür schließen“ Button des Aufzugs, um dort einige Sekundenbruchteile herauszuholen.

Paradox? Nicht ganz. Den während wir die eine vermeintliche Zeitverschwendung zumindest selbstbestimmt verursachen, sind wir kaum bereit, jedwede überflüssige Wartetzeit –  und sei sie noch so kurz – unfreiwillig in Kauf zu nehmen.

Chancen der Digitalisierung – Beeindruckende Ergebnisse in kürzester Zeit

Und das macht es Unternehmen vom alten Schlag so schwer, sich mit Unternehmen der neuen Generation zu messen. Einer Generation, die sowohl die Ungeduld als auch mangelnde Aufmerksamkeit nutz, um aus diesen Bestandteilen einen Wettbewerbsvorteil zu generieren.

Zeitgewinn ist Wertschätzung. Und Wertschätzung ist Kundennutzen. Instant, Real Time, 24/7, Just in Time oder Same Day Delivery sind einige der Begriffe, die diesen Umständen Tribut zollen.

Daher nutzen zahlreiche Start Ups die technischen Möglichkeiten, die die Digitalisierung Ihnen bietet und die sie somit weiter vorantreiben, statt über das Tempo ihrer Verbreitung zu wehklagen.

Dem Kunden soll es Recht sein.

Gewinner sind schnell. Das ist nicht neu. Das war schon immer so. Und wird jetzt nur konsequent umgesetzt. Und lässt den Rest staunend hinter sich.

Nutzen Sie die Chancen dieser Entwicklung für Ihr Unternehmen im Sinne Ihrer Kunden.

Es ist die einzige Chance, diese auch in Zukunft noch zu gewinnen und zu binden.

Vom Know How zum Do Now – So steigern Sie Ihre Umsetzungsgeschwindigkeit maßgeblich

Drei einfache Tipps zur sofortigen Umsetzung:

  1. Entwickeln Sie eine positive Einstellung gegenüber Geschwindigkeit
  2. Fragen Sie sich: Wo wartet ihr Kunde?
  3. Befähigen Sie Ihre Mitarbeiter zu einer schnelleren Leistungserbringung

Natürlich, Sie müssen das nicht machen. Sie können auch weiterhin so vorgehen wie bisher.

Aber vielleicht fragen Sie sich, was passiert, wenn ein Wettbewerber seine Leistungen 20 % schneller erbringt als Sie? Werden Ihre Kunden dann nach wie vor bei Ihnen kaufen, nur weil Sie das in den vergangenen Jahren getan haben?

„Aber was, wenn das alle tun?“ werde ich in Vorträgen häufig von den Teilnehmern gefragt.

Erstens: machen Sie sich vorerst keine Sorgen, bislang gibt es auf der Überholspur keinen Stau. Aber falls es zweitens innerhalb der nächsten Jahre doch alle tun, wollen Sie dann mit Ihrem Unternehmen staunend vom Seitenstreifen aus zusehen?

Dann sagen Sie wenigstens nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt!

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10 Turbo-Tipps, um schneller werden

19. Mai 2016

Es ist ein Trauerspiel: Es ist einfach zu viel, was unsere Aufmerksamkeit fordert und uns von unseren wesentlichen Zielen ablenkt. Und auch die Zukunftsprognosen versprechen wenig Linderung: Die gegenwärtige Entwicklung unserer Arbeitswelt lässt den Rückschluss zu, dass abgesehen vom Tempo sowohl unsere persönliche Arbeitsbelastung als auch unsere Erwartungshaltung weiterhin kontinuierlich zunehmen werden.

Kein Wunder, dass es uns im Geschwindigkeitszeitalter – abgesehen von Zeit – vorrangig an zwei Dingen mangelt: Konzentration und Geduld.

Produktivitätsexperte Martin Geiger ist überzeugt: In Zukunft siegen die Schnellen über die Langsamen. Hier gibt er deshalb zehn sofort umsetzbare Tipps, um das persönliche Tempo unmittelbar zu steigern.

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  1. Ziel setzen

Setzen Sie sich ein klares Ziel. Es nützt nichts, mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs zu sein, wenn wir nicht wissen, ob wir uns in Windeseile auf das Ziel zu oder von ihm weg bewegen. Spätestens, seit sich Navigationssysteme in nahezu jedem Fahrzeug wiederfinden, wissen wir: Ohne entsprechende Zieleingabe landen wir nicht am gewünschten Ort.

 

  1. Deadline festlegen

Legen Sie eine Deadline fest. Nicht wird ohne Termindruck jemals fertig. Das gilt ebenso für diesen Artikel wie das Packen der Koffer vor dem nächsten Urlaubstermin. „Wenn ich mal mehr Zeit habe“ ist nichts weiter als ein vages Lippenbekenntnis. Was nicht im Kalender steht, findet nicht statt.

 

  1. Arbeitsblöcke bilden

Bilden Sie Arbeitsblöcke. Um deutliche Temposteigerungen zu erzeugen, müssen Sie gleichartige Aufgaben bündeln. Dies verschafft Ihnen nicht nur eine gewisse Routine, sondern verhindert die andernfalls erforderlichen „Umrüstzeiten“, die durch vermeintliches Multitasking entstehen.

  1. Unmittelbar starten

Beginnen Sie sofort. Legen Sie einen Blitzstart hin und machen Sie den ersten Schritt innerhalb von 72 Stunden. Wenn Sie diesen Zeitrahmen verschlafen, sinken Ihre Chancen, das angestrebte Ziel jemals zu erreichen, auf 1:99 gegen Sie. Also beginnen Sie unmittelbar.

  1. Ablenkungen ausschalten

Schalten Sie sämtliche Ablenkungen aus. Schaffen Sie eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre, um an Ihren wichtigsten Zielen zu arbeiten, indem Sie starten Sie „Offline“ in Ihren Arbeitstag starten. Schalten Sie – zumindest temporär – jedwede Störquellen aus und verzichten Sie auf das Abrufen vermeintlich dringender Nachrichten zugunsten wirklich wichtiger Aufgaben. Konzentrieren Sie sich.

  1. „Nein“ sagen

Sagen Sie öfter „Nein“. Der meiste Stress entsteht, indem wir „Ja“ sagen, obwohl wir „Nein“ meinen. Zudem wird es Ihnen nicht gelingen, Fahrt aufzunehmen, so lange Sie aus falsch verstandener Höflichkeit alles aufhalsen lassen. Rechtfertigen Sie sich nicht, sondern grenzen Sie sich klar ab.

  1. Timer stellen

Setzten Sie sich ein Zeitlimit. Besorgen Sie sich einen Küchenwecker, ziehen Sie ihn auf und platzieren ihn gut sichtbar auf Ihrem Schreibtisch. Zwingen Sie sich, während der maximal 60 Minuten, die Ihre Eieruhr tickt, ohne jede Ablenkung ausschließlich an ihrer wichtigsten Aufgabe zu arbeiten. Sie werden überrascht sein, wie fokussiert Sie dadurch werden.

  1. Aufgaben delegieren

Geben Sie Aufgaben ab. Sie können unmöglich alles selbst erledigen. Also verteilen Sie Aufgaben an Mitarbeiter, Kollegen und in der Familie. Oder suchen Sie nach Anbietern, an die Sie unliebsame Tätigkeiten auslagern können. Bügeln, Putzen, Einkaufen, Rasenmähen, Autowaschen … konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und geben alles andere ab.

  1. Gewohnheiten bilden

Bilden Sie zielführende Gewohnheiten. Alles, was Sie als Routine abspeichern, geht Ihnen automatisch von der Hand und erfordert weniger Anstrengung. Sie erledigen Dinge quasi per „Autopilot“. Je mehr förderliche Gewohnheiten Ihren Alltag prägen, desto schneller können Sie agieren.

 

  1. Weniger arbeiten

Einer der besten Tipps, der Ihr Arbeitstempo und –pensum sofort signifikant steigern wird: Arbeiten Sie weniger! Ja, Sie haben richtig gehört. Denken Sie mal zurück an den Tag vor Ihrem letzten zweiwöchigen Urlaub. Und an den Tag der Rückkehr an Ihren Arbeitsplatz. An diesen beiden Tagen leisten wir oft weit mehr als das Doppelte im Vergleich zu gewöhnlichen Tagen. Einfach weil sich eine Tätigkeit immer in dem Rahmen ausdehnt, wie wir ihr Zeit zur Verfügung stellen. Deshalb: Wenn Sie die Zeit limitieren, beschleunigen Sie die Durchführung.

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Verschieben Sie Ihr Leben nicht auf später

4. November 2015

Wenn es um Produktivität geht, wird diese von vielen Leuten mit dem Credo »höher, schneller, weiter« verwechselt. Doch tatsächlich geht es vielmehr um die Frage: Wenn Sie letztendlich Zeit für sich gewinnen, wofür möchten Sie sie einsetzen? Für das Geschäft, die Familie oder um endlich einmal wieder Zeit für eine Runde Golf zu haben? Die Gründe bringen Sie mit. Ein Hobby kann ein tolles Motiv sein, seine Arbeit um ein Vielfaches produktiver zu gestalten. Warum bin ich persönlich so produktiv? Ganz einfach, weil mir Lebensqualität so wichtig ist. Für mich ist ein schlechter Tag auf dem Tennisplatz immer noch besser als ein guter Tag im Büro!

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Wie können Sie sich motivieren? Zum Beispiel, indem Sie sich belohnen. Am besten täglich: Durch einen Kinobesuch, ein Gespräch mit Freunden, einen Besuch im Museum, eine interessante Fortbildung, einen Spaziergang oder ein Tennismatch, einmal Ausschlafen, eine Viertelstunde zum Träumen. Nutzen Sie Ihre bevorzugten Impulse aus Kunst, Literatur, Natur und Mußezeiten.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich plädiere hier nicht für absolute Zügellosigkeit. Im Gegenteil: Es bedarf enormer Selbstdisziplin, Effizientertainment zu leben. Denn wer nicht in der Lage ist, auf das kleine Vergnügen zu verzichten, wird das große vielleicht nie kennenlernen.

Aber ich bin mir sicher: Auf lange Sicht gesehen werden Sie nur dann zu den exzellenten Unternehmern gehören, wenn Sie Ihre Situation realistisch einschätzen und einen Weg finden, sich Lebensqualität, Inspiration und Träume zu bewahren. Allerdings fällt uns dies nach jahrelanger »Diktatur des Dringlichen« oft schwer.

Das Prinzip Effizientertainment bedeutet deshalb: Wenn du die Dinge, die du tun musst, so schnell wie möglich tust, hast du für die Dinge, die du gerne tust, umso mehr Zeit.

Das Märchen von der Work-Life-Balance

Machen Sie sich klar: Für Unternehmer gibt es keine Work-Life-Balance! Arbeit ist nicht das Gegenteil, sondern ein Bestandteil des Lebens. Die ausgeglichene Gestaltung aller Lebensbereiche sollte daher eines Ihrer wesentlichen Anliegen sein. Und das ganz natürlich und leicht, nicht etwa als Muss. Und dazu gehören eben nicht nur Arbeit und Vermögen, sondern ebenso Beziehungen, Gesundheit, und natürlich Freizeit. Also Leistung und Lebensqualität. »Und« statt »oder« lautet hierbei das Zauberwort.

Erwarten Sie nicht, dass Arbeit eine Lücke füllt, die eigentlich von persönlichen Beziehungen und Freizeitaktivitäten ausgefüllt sein sollte. Ihre Mitarbeiter sollten nicht Ihre einzigen Freunde sein. Planen Sie Ihre Freizeit und verteidigen Sie private Termine genauso gegen Zeitdiebe, wie Sie dies auch bei einem wichtigen geschäftlichen Meeting tun würden. Sagen Sie sich niemals: »Ich erledige das am Wochenende«. Denn das Wochenende damit zu verbringen, Mails zu beantworten, Angebote zu bearbeiten oder Präsentationen zu erstellen ist nicht der richtige Weg, die wenige Zeit, die Sie auf Erden haben, zu vergeuden.

Wir schieben unser Leben auf, weil es in der Gegenwart so viel zu tun gibt. So verkommt das Thema Lebensqualität zum guten Vorsatz. Etwa: »Wenn erst mal die Kinder aus dem Haus sind, mache ich die Weltreise.« Oder: »Wenn das Unternehmen erst mal gewinnbringend verkauft ist, habe ich wieder Zeit auf den Golfplatz zu gehen.« Und so weiter und so fort. Doch »irgendwann« ist nie.

Führt das Aufschieben der wirklich wesentlichen Dinge wenigstens zu einem Plus an Erfolg und Leistungskraft? Wohl kaum, denn jeder von uns wünscht sich Tage, die 48 dauern, um unsere To-do-Listen auch nur halbwegs abarbeiten zu können. Und das, obwohl wir Verzicht üben, der uns als Unternehmer häufig nicht einmal mehr auffällt.

Fragen Sie sich doch einmal selbstkritisch: Wenn dieser ferne Fixpunkt Ruhestand keine Option für Sie wäre, wenn Sie also bis zu ihrem letzten Tag an Ihrem Schreibtisch sitzen würden, um irgendwann tot vom Chefsessel zu fallen, wer von Ihnen würde so weiterarbeiten wie bisher und wer von Ihnen würde den Dingen, die ihm wirklich etwas bedeuten mehr Aufmerksamkeit widmen? Aufmerksamkeit ist dabei gleichbedeutend mit Zeit!

Wenn ich Ihnen einen einigermaßen gesunden Lebensstil unterstelle, was sowohl Ihrer Lebenserwartung als auch Ihrem Energie-Level zuträglich wäre, dann werden Sie circa acht Stunden Schlaf brauchen – einschließlich Zubettgehen und Aufstehen. Hinzu kommt eine weitere Stunde, die Sie für die persönliche Hygiene aufbringen. Macht neun Stunden. Gesetzt den Fall, Sie wenden die in meinem Buch beschriebenen Techniken an, dann dauern Ihre Arbeitstage nicht länger als acht Stunden. Hinzu kommen zwei Stunden für das Essen sowie jeweils eine weitere halbe Stunde für die Fahrt von und zur Arbeit. Nehmen wir zu Ihren Gunsten an, Sie müssen für sämtliche Arbeiten im und um den Haushalt keine Zeit veranschlagen, weil diese durch eine andere Person erledigt werden. Wenn Sie außerdem weder Kinder noch Haustiere haben, die Ihre Aufmerksamkeit fordern, bleiben Ihnen noch genau vier Stunden Zeit. Vier Stunden, um Freunde zu treffen, Bücher zu lesen, sich weiterzubilden, ins Kino zu gehen, Sport zu treiben, Spanisch zu lernen und so weiter. Das ist die Realität eines normalen Arbeitstages.

Unter diesem Aspekt sollten Sie sich ruhig einmal fragen:

  • Wie viel dieser kostbaren Zeit möchte ich mit wirklich belanglosen Dingen verschwenden?
  • Welche Aktivitäten im Leben genieße ich am meisten? Was macht mich am glücklichsten?
  • Wie viel meiner Zeit verbringe ich bereits mit diesen Aktivitäten?
  • Wie könnte ich diese Momente vermehren?

Es gibt ein Leben vor dem Tod

Lassen Sie das Hamsterrad nicht zum Dauerzustand werden. Der Moment, an dem Sie tatsächlich mehr Zeit haben werden, ist nichts als ein frommer Wunsch. Dieser Zeitpunkt kommt nie, solange Sie nicht aktiv werden.

Ein Mann, der Mitte vierzig ist und Jahr für Jahr mit seinen Freunden für eine Woche zum Hochseefischen aufbricht, und sich dazu entschließt, aus vermeintlich wichtigen Gründen dieses Jahr darauf zu verzichten, tröstet sich mit der Aussage: »Ich habe ja noch zwanzig Jahre Zeit zum Hochseefischen.« Dies ist ein Trugschluss. Er hat nicht weitere zwanzig Jahre, sondern noch zwanzig Mal, um mit seinen Freunden in See zu stechen. Und wenn er sich entschließt, dieses Jahr nicht teilzunehmen, bleiben ihm noch genau neunzehn Mal. Bestenfalls.

Ich weiß nicht, ob Sie den Punkt bereits hinter oder noch vor sich haben, an dem Ihre Vergangenheit länger ist als Ihre Zukunft? Aber irgendwann kommen wir alle an diese Schwelle. Und nicht wenige Menschen fürchten sich vor dem Tod. Die Soziologin Monika Ardelt von der Universität Florida fand in einer Studie aus dem Jahr 2003 heraus, dass vor allem ein sinnerfülltes und zufriedenes Leben die Angst vor dem Sterben mildert. Kommentar der Forscherin: »Paradoxerweise sind Menschen mit einem sinnerfüllten Leben eher bereit, dieses gehen zu lassen.« Ein interessanter Denkanstoß und vielleicht auch ein schönes Lebensmotto?

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Die Moral von der Geschicht’: Warte nicht!

Warten Sie nicht darauf, unfreiwillig an einen Wendepunkt Ihres Lebens zu gelangen. Nicht jeder schließt mit einem Happy End. Erheben Sie Ihr Leben zur höchsten Priorität. Machen Sie es zu Ihrem wichtigsten Projekt und beginnen Sie noch heute, es mit Leben zu füllen. Denn es gibt keinen besseren Zeitpunkt. Und es liegt allein in Ihrer Hand.

Quelle: aus meinem Buch „Zeit. Macht. Geld. Die Erfolgsgeheimnisse produktiver Unternehmer“

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Die zehn schlechtesten Angewohnheiten unproduktiver Chefs

25. Juni 2015

„Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken“ lautet die Parole auf den Fluren von Unternehmen in bedenklicher Schieflage. Und tatsächlich entbehrt die Vermutung, die Vorbildfunktion der obersten Führungsebene habe einen nicht unerheblichen Einfluss auf alle Mitarbeiter, nicht einer gewissen Logik.

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Nachfolgend die Top Ten der sichersten Anzeichen dafür, dass ein Chef seine Hauptaufgabe, das Unternehmen erfolgreich zu führen, nicht richtig wahrnimmt:

  1. Falsche Prioritäten setzen

Unproduktive Chefs setzen falsche Prioritäten. Im Grunde ließen sich sämtliche nachfolgenden Punkte unter diese Überschrift stellen. Denn wann immer ein Vorgesetzter seine wertvolle Zeit eine der nachfolgenden Beschäftigungen widmet, ist dies ein sicheres Anzeichen falscher Prioritäten. Dies ist oft dem Umstand geschuldet, dass ihm die eigentlichen Schlüsselaufgaben gar nicht bewusst sind. Produktive Chefs setzen die richtigen Prioritäten.

  1. „Im“ statt „am“ Unternehmen arbeiten

Unproduktive Führungskräfte arbeiten überwiegend „im“ statt „am“ Unternehmen. Sie kommen vor lauter Alltagsgeschäft nicht dazu, sich um ihre wesentlichen unternehmerischen Aufgaben zu kümmern. Häufig wird produktives Arbeiten dadurch verhindert, dass sie in erster Linie damit beschäftigt sind, brennende Feuer zu löschen. Und müssen sich, wenn Sie abends erschöpft ins Bett fallen, selbstkritisch die Frage stellen: War ich heute eigentlich produktiv oder nur beschäftigt? Produktive Chefs arbeiten vorranging „am“ statt „im“ Unternehmen.

  1. Überstunden machen

Unproduktive Chefs verwechseln Anwesenheit mit Leistung. Dabei wird der Grad ihrer Produktivität nicht durch die Dauer ihrer Anwesenheit bestimmt, sondern durch Ihre Fähigkeit, dafür zu sorgen, dass wesentliche Aufgaben bewältigt werden. Zudem wird es ein Vorgesetzter, der nicht in der Lage ist, in acht Stunden einen guten Job zu machen, auch in 10, 12 oder 14 Stunden nicht zu nennenswert besseren Ergebnissen bringen. Demnach sollte es auch nicht ihr Hauptanliegen sein, die eigene Vollbeschäftigung zu sichern. Produktive Chefs arbeiten nicht mehr, sondern anders.

  1. Störungen zulassen

Unproduktive Chefs lassen sich fortwährend ablenken. Egal ob E-Mails, Anrufe, Meetings oder eine Politik der offenen Tür – grundsätzlich signalisieren Zeitdiebe mit jeder Störung, dass deren Zeit wertvoller ist als ihre. Dabei sind Störungen von außen sind nur ein Teil des Problems. Häufig sind fortwährende Ablenkungen hausgemacht. Wir lassen uns durch unser Smartphone oder andere Geräte per Reminder über eingehende Nachrichten auf allen Kanälen akustisch und optisch erinnern und wundern uns dann, warum wir nicht konzentriert an einer Aufgabe arbeiten können. Umso wichtiger, sich regelmäßig abzuschotten, um sich eigenen, wichtigen Projekten zu widmen. Daher sorgen produktive Chefs dafür, dass sie nicht gestört werden.

  1. Unrealistisch planen

Unproduktive Chefs planen unrealistisch. Sie unterschätzen, was ihnen langfristig möglich und überschätzen, was kurzfristig machbar ist. Häufig begleitet Sie die naive Vorstellung, dass es in einigen Wochen weniger stressig ist. Tatsache ist: Es gibt nie genug Zeit, um alles zu erledigen, was unsere Aufmerksamkeit fordert, aber immer genug, um das Wesentliche zu tun. Dies gilt es, bei der Planung zu berücksichtigen. Deshalb sollten wesentlichen Meilensteine im Kalender notiert werden. Denn was nicht im Kalender steht, findet nicht statt. Produktive Chefs sind in der Lage, realistisch zu planen.

  1. Keine langfristigen Ziele setzen

Unproduktive Chefs verwechseln Wichtigkeit mit Dringlichkeit. Wer sich vom Diktat des Dringlichen täuschen lässt, dem wird es unmöglich, sein Unternehmen in den wesentlichen Fragen voranzubringen. Getreu dem Motto „Sobald wir unser Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen“ werden sämtliche Entscheidungen und daraus resultierende Handlungsanweisungen in Ermangelung einer langfristigen Zielsetzung an der kurzfristig Orientierung oder gar am Tagesgeschäft ausgerichtet. Produktive Chefs hingegen setzen sich langfristige Ziele, an denen sie sich orientieren.

  1. Nicht an der Zukunft orientieren

Unproduktive Chefs blicken nicht in die Zukunft. Zeit ist das neue Kapital und Geschwindigkeit ist seine Währung. War es in der Vergangenheit ausreichend, sich lediglich das Schlagwort „Qualität“ auf die Fahnen zu schreiben, ist dies inzwischen für jeden Kunden längst zu einem Selbstverständnis geworden. Längst geht der Trend in eine andere Richtung: Der Kunde von heute erwartet Geschwindigkeit. Tempo ist das wichtigste Instrument moderner Serviceorientierung. Ist ein Unternehmen zu langsam, wirkt sich die Beschleunigung unseres Wirtschaftslebens sogar kontraproduktiv aus: Binnen Sekunden ist der Unmut veröffentlicht und verbreitet und damit zusätzlich potenziert. Produktive Chefs widmen neuen Trends daher ausreichende Aufmerksamkeit.

  1. Keine Verantwortung übertragen

Unproduktiven Vorgesetzten fehlt die die wichtige Fähigkeit, loslassen zu können. Sie trauen sich nicht, ihr Unternehmen allein zu lassen, weil es sonst drunter und drüber geht. Tatsächlich jedoch wird der Grad der Freiheit eines Unternehmers durch die Dinge bestimmt, um die er sich nicht kümmern muss. Mitarbeiter sollten auch während der Abwesenheit des Chefs in der Lage sein, Verantwortung zu übernehmen und Probleme zu lösen. Alles allein lösen zu wollen, versetzt sie schnell in die Rolle eines Vorgesetzten im Elfenbeinturm. Und schlimmer noch: Es spricht sich unter den Mitarbeitern herum. Und schon bald hat der unproduktive Vorgesetzte sich ebenso unproduktive Mitarbeiter herangezogen, die für ein unproduktives Unternehmen (un)tätig sind. Daher verstehen erfolgreiche Vorgesetze, dass es das größte Ziel des Chefs sein muss, das Geschäft unabhängig von ihm zu führen.

  1. Ständig erreichbar sein

Unproduktive Chefs sind jederzeit rund-um-die-Uhr auf Empfang. Dabei ist ständige Erreichbarkeit kein Erfolgsnachweis, sondern verhindert die erforderliche Konzentration auf eigene Ziele. Daher sollte jede Form der Kommunikation, wie etwa Telefonate oder Besprechungen, in jedem Fall limitiert und blockweise zu festen Zeiten durchgeführt werden. Dies gilt in besonderem Masse auch für Soziale Netzwerke, YouTube, Nachrichten und Blogs. Wer ständig E-Mails beantwortet und laufend Telefonate ungefiltert entgegennimmt, läuft Gefahr, ausschließlich die To do-Liste von Anderen abzuarbeiten. Daher sind produktive Chefs nicht ständig erreichbar.

  1. Andere Lebensbereiche vernachlässigen

Unproduktiven Chefs fällt es schwer, die Arbeit ruhen zu lassen und wirklich abzuschalten. Sie nehmen Arbeit mit nach Hause, schreiben ihren Mitarbeitern E-Mails mit Arbeitsanweisungen auch nach zwanzig Uhr und fahren auch am Wochenende ins Büro. Damit betreiben sie Raubbau an ihren Ressourcen. So können sie weder ihren Akku wieder aufladen noch den Bedürfnissen ihrer Familie gerecht werden. Früher oder später aber wird jedem bewusst: Es gibt mehr, als nur Arbeit. Wohl dem, der diese Erkenntnis früher erlangt. Denn niemand wird sich am Ende seines Lebens wünschen, er hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen. Produktive Chefs beherrschen die Balance von Anspannung und Entspannung und widmen allen Lebensbereichen ausreichende Aufmerksamkeit.

Wenn auf Sie selbst mehr auf zwei dieser Symptome zutreffen, haben Sie ein Problem. Reagieren Sie postwendend. Holen Sie sich Hilfe von außen. Sichern Sie sich bei Bedarf die Unterstützung eines Coaches oder Beraters. Sie haben keine Zeit zu verlieren und können es sich nicht leisten, jede Erfahrung erst mühsam und kostspielig selbst zu machen.

Wenn Sie mehr als zwei dieser Symptome bei Ihrem Vorgesetzten ausmachen, haben Sie ein Problem. Sie können natürlich diesen Artikel einfach unauffällig aufgeschlagen an einem geeigneten Platz liegen lassen. Falls sich dennoch innerhalb der darauffolgenden 90 Tage nichts Bahnbrechendes ändert, sollten Sie allerdings schleunigst nach einem anderen Arbeitsplatz umsehen.

Denn es ist nur eine Frage der Zeit …

Kennen Sie weitere schlechte Angewohnheiten? Dann schreiben Sie mir gerne einen (anonymen) Kommentar!

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Stellenangebot: Neue Herausforderung 2015

6. März 2015

Wir suchen Sie_page_001 Per sofort vergeben wir eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit vielfältigen Aufgaben in Vertrauensstellung als rechte Hand des Referenten und Buchautoren Martin Geiger.

Ist das Ihre Chance?

An Ihrem neuen Arbeitsplatz in unserem Büro in Achern gehört zu Ihren Aufgaben das Telefonieren mit unseren Kunden und das Erstellen von Ausgangsrechnungen (beides sehr wichtig), das Bearbeiten des On- und Offline-Posteingangs  und die Vorbereitung der Buchhaltung (beides leider notwendig), das Erstellung von Präsentationen und Handouts sowie die Projekt- und Veranstaltungsplanung (sehr kreativ),  das Tippen von Texten,  Planen von Terminen, Zubereiten von Grünem Tee … und zahlreiche weitere 2 Do´s, die wir heute auch noch nicht so genau kennen. 😉

Entspricht das Ihren Stärken?

Wenn …

Sie eine kaufmännische Ausbildung absolviert haben, Organisationstalent und einen Führerschein besitzen, flexibel und belastbar sind, sich für persönliche Weiterbildung interessieren, der Deutschen Sprache in Wort und Schrift nahezu perfekt mächtig sind und dazu noch Ideen haben und Herausforderungen lieben –

Dann …

sollten wir uns unbedingt kennen lernen. 🙂 Bei der Tätigekeit handelt es sich um eine Teilzeitstelle. Auch Praktikum, Mini-Job, 450 Euro-Basis o.ä. möglich – Arbeitszeit nach Vereinbarung

Aussagefähige Kurzbewerbung erbeten an: martin.geiger@martingeiger.com

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Die wichtigste Frage zur Steigerung Ihrer Produktivität

15. Dezember 2014

Natürlich wissen wir alle um die Notwendigkeit, sich Freiräume in Form störungsfreier Zeiten zu schaffen, um an unseren wichtigsten Zielen zu arbeiten. Denn wir werden niemals genug Zeit haben, um alles zu erledigen. Aber wir haben immer genug Zeit, um das Wichtigste zu erledigen.

Heute verrate ich Ihnen deshalb einen Tipp, der mir persönlich bereits wertvolle Dienste geleistet hat:

Arbeiten Sie nicht drauflos, ohne sich vorher über das gewünschte Ergebnis einer Aufgabe klar geworden zu sein!

Werden Sie sich zunächst über das gewünschte bzw. geplante Ziel klar. Erliegen Sie nicht der Versuchung, durch Aktionismus vor Ihren Mitmenschen (und vor sich selbst) als „fleißig“ bzw. „aktiv“ dastehen zu wollen. Mit dem Grundsatz „Erst denken, dann arbeiten“ kommen Sie letzten Endes immer schneller zum Ziel, als umgekehrt.

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Deshalb lauten einige wichtige Fragen:

  • Bin ich gerade produktiv oder nur beschäftigt?
  • Welches Ergebnis erziele ich damit?
  • Welche meiner Aktivitäten haben den höchsten Wert?
  • Wie kann ich meine Zeit jetzt, in diesem Augenblick so einsetzen, dass Sie mir den größten Wert bringt?
  • Und vor allem: Bringt es mich meinem wichtigsten Ziel näher?

Das Problem ist allerdings, dass die Antworten auf diese Fragen, wenn Sie erst einmal gefunden sind, im Verlauf des Tagesgeschäfts schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Zu vieles fordert unsere Aufmerksamkeit und einer der größten Zeitdiebe ist unsere eigene Neigung, sich unnötig ablenken zu lassen. Von der E-Mail, die gerade ankommt oder dem Anruf, der ein paar Minuten länger dauert, als nötig. Weil wir gerade kurz mal was im Internet suchen und dabei auf eine interessante Website stoßen oder aber unsere Zeit mit unwichtigen Alibi-Tätigkeiten vertrödeln.

Stellen Sie sich in diesem Fall nur eine einzige Frage.

„Welche eine Aufgabe, wenn ich sie jetzt in diesem Moment tue, bringt mich meinem Ziel am nächsten?“

Die Beantwortung dieser Frage kann Ihre Produktivität dramatisch steigern. Am besten richten Sie sie an Ihrem Computer als regelmässigen Reminder ein, um den Fokus wieder auf das Wesentliche zu lenken. Sie wird Sie wieder zurück zum Wesentlichen bringen, sollten Sie es im Verlauf Ihres Arbeitstages doch einmal aus den Augen verloren haben.

Denn eines steht fest: Sobald Sie Ihre Aufgabe mit höchster Priorität ermittelt haben ist alles andere, das Sie tun, relative Zeitverschwendung.

Vielleicht gelingt Ihnen dieser Fokus auf Ihr wichtiges Ziel zunächst nur zwei bis drei Mal im Verlauf eines Arbeitstages und auch nur für kurze Zeit. Das spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass Sie sich diese Frage immer wieder stellen, sich über die Antwort klar werden und dann anfangen und an dieser einen Aufgabe arbeiten, bis Sie erledigt ist. Nahezu automatisch wird diese Quote im Lauf der Zeit besser und besser. Das Ziel wird erreicht sein, wenn Sie sich nach einigen Wochen jederzeit – auch ohne Erinnerung – auf Ihre wichtigste Aufgabe zu fokussieren verstehen.

Viel Erfolg damit.

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Wie eine einfache Eieruhr Ihre Produktivität vervielfacht

13. Mai 2014

Während ich diese Zeilen schreibe, tickt meine Eieruhr.

Warum? Weil sie mir hilft, mich zu konzentrieren.

Wenn es Ihnen auch manchmal schwer fällt, bei einer Sache zu bleiben, wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Produktivität könnte besser sein oder wenn Sie den Eindruck haben, dass es Ihnen nie gelingen wird, diese lange vor sich her geschobenen „Irgendwann“-Projekte in Angriff zu nehmen, kann eine simple Eieruhr genau die Lösung sein, die Sie brauchen.

duckKlar können Sie auch einige tausend Euro in ein Coaching oder Seminar mit mir investieren oder sich die Zeit nehmen, verschiede Bücher und Systeme zu studieren, die zum Teil mehr schlecht als recht funktionieren …

… oder Sie stellen sich ganz einfach die Eieruhr aus Ihrer Küche.

Dabei wird sie Ihnen helfen:

Konzentriert bleiben

Ich bin sicher, auch Sie hatten schon Zeiten, in denen es Ihnen extreme schwer fiel, sich zu konzentrieren. Vielleicht, weil es sich um eine besonders schwere oder stupide Aufgabe handelte – zum Beispiel, einen ausführlichen Bericht verfassen.

Haben Sie sich trotzdem hingesetzt, und es konsequent und kontinuierlich in einem Rutsch erledigt? Wahrscheinlich nicht.

Die Chancen stehen gut, dass Sie sich leicht ablenken ließen. Vielleicht haben Sie sich auch dabei ertappt, dass Sie mitten im Satz aufgehört haben, zu schreiben, um Ihre Mails zu checken. Vielleicht wollten Sie nur eben nach einigen Zahlen oder Statistiken für Ihren Bericht im Netz sehen, aber sind irgendwie auf Facebook hängengeblieben. Vielleicht wollten Sie sich gerade mal schnell ein Glas Wasser holen, und waren plötzlich in der Kaffeeküche für mehr als eine Viertelstunde ins Gespräch mit Kollegen oder Mitarbeitern vertieft.
Eieruhren können helfen. Wenn Sie sich selbst sagen, dass Sie sich hinsetzen und für 20 Minuten konzentrieren werden – und eine Eieruhr stellen, um die Dauer zu überprüfen – ist es plötzlich weit einfacher, sich selbst zu sagen: „Nein, ich muss meinen Posteingang nicht genau jetzt checken.“

Produktiver werden

Aber diese Küchenwecker helfen Ihnen nicht nur dabei, konzentriert zu bleiben, Sie lassen Sie auch schneller arbeiten.

Haben Sie je bemerkt, wie effektiv Sie plötzlich arbeiten können, wenn es bereits 16:30 Uhr ist und Sie etwas erledigt haben müssen, bevor Sie das Büro um 17:00 Uhr verlassen? Das ist die Macht, die eine Deadline ausübt. Und diesen Effekt können Sie ebenfalls mit einem Timer erzielen.

Fordern Sie sich selbst heraus, etwas in kürzerer Zeit zu erledigen, als es normalerweise dauern würde. Wenn Sie beispielsweise davon ausgehen, dass es eine Stunde dauern wird, Ihren Posteingang wieder zu leeren – stellen Sie Ihre Eieruhr auf 45 Minuten. Sie werden sich selbst überraschen, wie schnell Sie arbeiten können.

“Irgendwann”-Projekte starten

Ich wette, auch Sie haben eine Liste von Zielen und Projekten, die – von Ihnen auf die lange Bank geschoben – darauf warten, eines Tages gestartet zu werden.

Wie zum Beispiel:

  • den Keller aufzuräumen
  • ein Buch zu schreiben
  • ein Musikinstrument zu lernen
  • eine Geschäftsidee weiterzuentwickeln

Was auch immer Ihr Projekt ist, es wird sich dabei wahrscheinlich nicht um etwas besonders dringendes handeln. Daher fällt es uns hierbei besonders leicht, derartige Projekte schier unendlich aufzuschieben. Außerdem kann uns, wenn es sich um ein großes Projekt handelt, bereits die Vorstellung, auch nur anzufangen, schlicht überfordern.

Auch hier gilt: Eieruhren eignen sich großartig, uns zum Handeln zu motivieren. Klar, ein Buch zu schreiben, ist ein riesiges, vielleicht sogar beängstigendes Ziel – aber 15 Minuten zu schreiben ist so leicht, dass Ihnen gar keine Ausreden einfallen werden. Und wie beschäftigt Sie auch sind, Sie können es dieses Wochenende garantiert möglich machen, sich wenigstens eine halbe Stunde dem Keller zu widmen oder 10 Minuten auf dem Klavier zu üben.

Vielleicht denken Sie auch, dass ein simpler Timer keinen wirklichen Unterschied ausmachen wird – schließlich ist es im Endeffekt nur eine Uhr, die im Hintergrund tickt.

Aber warum starten Sie nicht einfach mal einen Versuch … –

und schreiben mir anschließend einen Kommentar, wie sich dieser Tipp für Sie bewährt hat.

Wenn Sie nach einem Timer suchen, probieren Sie meinen Favoriten: http://focusboosterapp.com/

Quelle: A. Luke

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Nie mehr Zettelwirtschaft und Chaos

29. Januar 2014

Das Superbuch für Unternehmer

Kennen Sie das: Ihre Schreibtischablage, Hemdtasche, Geldbörse, Ablagefach im Auto  und Sideboard in der Küche sind voll von Notizzetteln. In Outlook häufen sich die unerledigten Aufgaben. Und Ihr Kopf platzt vor Dingen die Sie sich merken wollen oder müssen, damit diese nicht in Vergessenheit geraten. Ob Telefonnummern, wichtige ToDos für den nächsten Tag oder einfach ein Gedanke, der wichtig sein könnte. Weltfremd? – Nein sicherlich überhaupt nicht! Und die Realität: Der Untergang an Informationen und dergleichen!!!

Die Lösung: Das Superbuch!

Rolled magazine

Was ist das so genannte Superbuch: Ein Aufgaben- und Notizbuch in dem alle – aber auch wirklich alle – Notizen, ToDos und Ideen einfach – aber auch wirklich einfach – notiert werden. Angefangen von Gesprächsnotizen oder  Zwischenrufen im Arbeitsalltag bis hin zu privaten Termine. Klingt gut – ist gut. Denn:

Alle Gedanken und Informationen befinden sich an einem Platz – im Superbuch.

Ob Sie nun die klassische Variante in Papierform oder aber die „neumodische“ Form als Excel-Tabelle bevorzugen bleibt Ihnen überlassen. Wichtig ist: Es muss zu Ihnen passen.  Je nachdem was Sie lieber mögen.

Als Papiervariante gibt es solche im Fachhandel – in DIN-A4 oder DIN-A5. Die kleinere Form ist sicherlich gut geeignet, wenn man viel unterwegs ist. 100 Seiten sollten es schon sein.

Egal was den ganzen Tag auf Sie einprasselt – es gilt systematisch zu arbeiten.

Zunächst zur „herkömmlichen“ Art: Dem Papierbuch

Gestalten Sie es so, dass Sie damit arbeiten können. Hier einige Tipps:

  • jedes Blatt nummerieren
  • Rand an der linken Seite für spätere Anmerkungen usw.
  • Kürzel verwenden die in einer Legende vermerkt werden ( z.B. „K“ für Kontakt oder „A“ für Aufgabe)
  • als erstes vom Tag kommt das aktuelle Datum
  • dann folgen die Notizen – Stichworte reichen oft
  • hilfreich sind am Rand Kürzel oder Symbole
  • der Abschluss vom Tag wird gekennzeichnet durch Datum oder Strich
  • Erledigtes können Sie durchstreichen.
  • wenn eine ganze Seite erledigt ist das ganze Blatt durchstreichen
  • wer mag kann auch mit Farben arbeiten – z.B. rot für Kontakte und blau für Aufgaben usw.

Welche Spalten können für Sie in Ihrem Superbuch in Frage kommen:

  • laufende Nummer
  • Datum
  • Projektbezeichnung
  • Auftraggeber
  • Priorität
  • ToDo-Informationen
  • Unterlagen dazu
  • Delegation an
  • Wiedervorlage
  • Endtermin
  • erledigt

Wichtig: Die tägliche Pflege des Superbuches! Zum Beispiel nach der Mittagspause. Und alle Informationen direkt eintragen. So vergessen Sie nichts mehr und haben den Überblick.

Noch eine Erweiterung des Superbuches: die Supermappe!

Sofern Sie öfters an großen Projekten arbeiten ist es eventuell hilfreich genau für ein Projekt  eine Supermappe anzulegen. Also alle Notizen die diese Aufgabe betreffen.

Und was ist wenn Ihr Superbuch voll ist? Natürlich aufbewahren! Als Nachschlagewerk zum Beispiel für die Frage „Was/Wann/Wer“ erledigt wurde bzw. hat.

Die Alternative: Das Superbuch im Excel-Format!

Hier können Sie die Vorteile des Tabellenkalkulationsprogramms nutzen: flexibler und komfortabler als Organizer und Outlook!

Konkret: Mit Hilfe der Filterfunktionen eine schnelle Übersicht zum Beispiel über alle offenen Aufgaben erhalten. Oder welche Notizen habe ich mir zu dem Projekt XY notiert? Auch diverse Statistikfunktionen helfen hier für das Selbstcontrolling!

Noch ein Tipp zum Schluss: Sollten bestimmte Aufgaben über einen längeren Zeitraum unerledigt bleiben dann streichen Sie diese am besten. Hier fehlt wahrscheinlich die nötige Priorität oder die Aufgaben sind nur schwer zu realisieren.

Und nun: Viel Spaß und Erfolg mit Ihrem Superbuch!

Autor: Ruediger Stahl

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Der perfekte Tag – Rezept für ein erfülltes Leben

4. Dezember 2013

So kommen Sie bereits ans Ziel, bevor Sie am Ende sind

Sie haben ein Hobby für das sie „brennen“? Es gibt etwas, das Sie voll und ganz erfüllt? Ja? Dann bringen Sie die idealen Voraussetzungen für einen perfekten Arbeitstag mit.

Ich bin seit einigen Jahren ein begeisterter Tennisspieler. Nicht gut, aber leidenschaftlich. Und genau diesem Umstand verdanke ich häufig eine nahezu dramatische Steigerung meiner Produktivität: Wenn ich nämlich im Büro sitze und die Sonne durch das Dachfenster scheint, dann überlege ich mir bereits am Vormittag, zu welcher Uhrzeit ich nachmittags wohl auf dem Tennisplatz stehen könnte. 16 Uhr? Prima. Ist der Entschluss gefasst, erledige ich an diesem Tag die anstehende Arbeit nicht nur unglaublich schnell, sondern auch mit größter Motivation. Ich bin plötzlich wesentlich produktiver als an einem durchschnittlichen Tag. Und dies, ohne dass sich die sonstigen Rahmenbedingungen in irgendeiner Form verändert hätten.

 

Ein perfekter Tag, der keine Limits kennt

Lassen Sie uns überlegen, wie ein perfekter Tag für Sie aussehen könnte. Ein Tag, an dem die Arbeit nicht zwingend im Mittelpunkt steht, ein Tag, den Sie ohne jeden Druck so gestalten können, wie Sie ihn sich wünschen. Wie würde dieser Tag aussehen? Da dies nur eine theoretische Übung ist, können Sie hier nach Lust und Laune fantasieren. Machen Sie sich Gedanken über die Gestaltung Ihres perfekten Tages.

Stellen Sie sich einfach vor, es gäbe kein Limit und alles wäre denkbar. Ich bin überzeugt davon, dass Sie als Vollblutunternehmer keinen Tag ganz ohne Arbeit planen würden. Schließlich lieben Sie, was Sie tun. Aber die Frage lautet: Wie gelingt es Ihnen, Ihre Arbeit noch besser zu tun? Und zwar so, dass Sie aus jedem einzelnen Tag Energie ziehen und nicht nur einmal im Jahr, wenn der Akku so leer ist, dass Sie urlaubsreif sind. Hierbei hilft Ihnen auch der Gedanke, dass der Ruhestand keine Option darstellt, Sie also bis zum Ende Ihres Lebens arbeiten würden. Wie würden Sie Ihre Tage in diesem Fall gestalten?

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Am Beispiel von Richard Branson, dem Gründer von Virgin Records, einer Fluggesellschaft und diversen anderen Firmen, sieht man, was sich alles unter einen Hut bringen lässt. Der exzentrische Brite liebt, was er tut. Er hat sich eine Insel namens Necker Island (Foto) gekauft, auf der er sich regelmäßig mit anderen Unternehmern zum Austausch trifft. Auch wenn er inzwischen über den Status arbeiten zu müssen längst hinaus ist, lautet die spannende Frage: Wie managt er das alles? Rational lässt sich vielleicht das Bestreben, fünf Firmen unter einen Hut zu bringen, gerade noch erklären. Aber bei fünf, zehn oder fünfzehn ist sicher eine Grenze erreicht, da unsere natürliche Kapazität irgendwann erschöpft ist. Wie geht das mit zweihundert Firmen? Branson erklärt ganz einfach, dass er hierzu einen Wandel vollziehen musste: Vom Manager oder Geschäftsführer zum Inhaber.

 

Wenn Sie das machen, was Sie besonders gut können, dann verlieren Sie nie den Spaß an Ihrem Beruf

In dieser Rolle versucht er seinen Tag so zu gestalten, dass er den maximalen Input leisten kann. Und diesen erbringt er eher, wenn er tauchen geht, anstatt am Schreibtisch zu sitzen oder das nächste Meeting abzuhalten. Also musste er darüber nachdenken, das Hobby Tauchen in seinen Job zu integrieren. Das war einer der Gründe für den Kauf der Insel, die daraufhin kurzerhand zur Zentrale seines Konzerns wurde. Von dort aus stellte er dann Menschen an, die im jeweiligen Unternehmen seinen operativen Job erledigen. Branson muss nichts weiter machen, als die richtigen Leute einzustellen und die Sachen in Gang zu bringen. Das ist sein Hauptjob und den kann niemand so gut wie er.

Es wird Sie Ihrem perfekten Tag bereits näherbringen, wenn Sie ihn sich möglichst detailliert ausmalen. Wenn Sie beispielsweise als freiberuflicher Zahnarzt arbeiten, sind Ihnen Termine mit Patienten natürlich vorgegeben. Ein perfekter Tag könnte hier idealerweise so aussehen, dass Sie verschiedene Kollegen beschäftigen, die den Job für Sie machen und Sie nur noch einige wenige Premium-Kunden persönlich betreuen, weil Sie sich auf diesen oder jenen Behandlungsbereich spezialisiert haben. Damit erledigen Sie pro Tag nur noch zwei Termine selbst, aber niemals vor 10 Uhr. Den einen Termin um 10 Uhr und den anderen um 14 Uhr, das wäre möglicherweise der Idealzustand.

Sport in der einen oder anderen Form würde sicher bei vielen in einen perfekten Tag einfließen. Bei mir würde der perfekte Tag mit Tennis beginnen und aufhören. Plötzlich wäre außerdem Zeit für Dinge, die man sonst nicht schafft, etwa jeden Tag ein bisschen Zeit mit Lesen zu verbringen, sich weiterzubilden, etwas gemeinsam mit der Familie zu unternehmen, Essen zu gehen – oder was auch immer. Gestalten Sie den perfekten Tag in dieser Übung auf einem Blatt Papier genau so, wie er Ihnen vorschwebt.

Würden Sie an Ihrem perfekten Tag arbeiten? Wenn ja: Würden Sie in erster Linie Dinge machen, die Ihnen besonders viel Freude bereiten, oder wären es Dinge, die unbedingt erforderlich sind? Denken Sie daran, wir reden hier von einem perfekten Tag. Natürlich würden Sie das machen, was Ihnen Freude bereitet.

Die nächste Frage lautet dementsprechend: Was ist es, was Ihnen in Ihrem Job besonders viel Spaß macht? Die Sachen, in denen Sie besonders gut sind, weil Sie sie gerne machen. Das, was Sie besonders gerne machen, wird zwangsläufig dazu führen, dass Ihr Unternehmen langfristig erfolgreich ist. Bei diesen Bereichen kämen Sie nicht einmal im Traum auf die Idee, sie zu delegieren. Höchstwahrscheinlich gibt es außerdem nicht viele Leute in Ihrer Firma, die in der Lage wären, diese Aufgaben in gleicher Qualität abzuliefern. Diese Aufgaben sind häufig von entscheidender Bedeutung für den Unternehmenserfolg und lassen sich auch nur sehr schwer duplizieren.

 

Was können Sie besonders gut?

Im Rahmen meines einjährigen Coaching-Programms arbeite ich immer wieder mit Vollblutunternehmern aus Überzeugung. Klar könnte der Geschäftsführer einer Winzergenossenschaft noch effizienter arbeiten und eine Stunde früher nach Hause gehen, wenn er auch die Weinproben mit seinen wichtigsten Kunden delegieren würde. Natürlich könnte der Zahnarzt übermorgen zwei weitere Zahnärzte anstellen und gar nicht mehr mit Patienten arbeiten und selbstverständlich könnte auch der Metallbauer jedwede Konstruktionsarbeit von Mitarbeitern erledigen lassen. Aber mit der nötigen Leidenschaft, Liebe und Begeisterung erledigen dies nur sie selbst. Würden sie diese Aufgaben abgeben, ginge ihnen ein entscheidender Bestandteil verloren: Der Spaß an ihrem Job!

Wenn Sie also dem, was Sie mit großer Leidenschaft tun, im Laufe Ihres Arbeitstages mehr Platz einräumen, wird sich auch Ihr Erfolg entsprechend vervielfachen. Dass Sie hierzu zunächst einige Herausforderungen lösen müssen, ist mir bewusst. Aber ich bin überzeugt: Auch für Sie liegt in diesem Bereich ein enormes Wachstumspotenzial.

Von der anderen Seite aus betrachtet

Man kann sich dem perfekten Tag auch von der anderen Seite nähern: Was hindert Sie daran, den perfekten Tag zu erleben? Vermutlich sind das alles Dinge, die getan werden müssen, die aber dem Prinzip des perfekten Tages absolut widersprechen, weil sie in eine ganz andere Richtung gehen. Mag sein, dass dies für den einen bedeutet, sich mit Zahlen auseinanderzusetzen, also Controlling betreiben zu müssen. Einem anderen wiederum macht genau dieser Bereich besonders viel Spaß. Mag sein, dass es Dinge gibt, die zwingend zu erledigen sind, die Ihnen aber eher Energie rauben. Sie werden feststellen, dass Sie an Tagen, an denen viele dieser Punkte auf der Agenda stehen, weit weniger zu leisten imstande sind. Sicher kennen auch Sie Tage, an denen Sie mit dem falschen Bein aufgestanden sind, an denen alles schief läuft oder an denen Sie sich, ganz im Gegensatz zum perfekten Tag, mit vielen unangenehmen Dingen auseinandersetzen und brennende Feuer löschen müssen. Doch wenn an solchen Tagen gar kein Raum mehr für die Dinge bleibt, die Ihnen Freude bereiten und die Sie mit Energie versorgen, dann werden Sie kaum gute Ergebnisse erzielen. Jeder kann einen Punkt benennen, den er für sein Leben gerne macht. Und genauso gibt es mindestens einen Punkt, der Ihnen am allerwenigsten Spaß macht, aber trotzdem regelmäßig zu Ihrem Arbeitsalltag gehört.

Wenn Sie sich am Vorabend die Kalendereintragungen des Folgetages ansehen und dort fünf Punkte aufgelistet sind, an denen Sie überhaupt keinen Spaß haben, mit welcher Begeisterung stehen Sie dann morgens auf?

Wenn wir also unsere Produktivität steigern wollen, ist es ein gutes Rezept, das Maß unserer Begeisterung zu vergrößern!

 

Je begeisterter, umso positiver

Hierzu ist es wesentlich, als Erstes einen solch perfekten Tag zu skizzieren. Einen Tag, der praktisch nur positive Dinge enthält. Aufgaben, die Sie beflügeln, Aktivitäten, die Ihnen Spaß machen. Nichts Negatives, das Ihnen Energie abzieht. Im Rahmen dieser Übung ist es zunächst völlig unwichtig, darauf zu achten, einkommensproduzierende Tätigkeiten aufzulisten. Notieren Sie einfach nur auf einem Blatt Papier Ihren perfekten Tag. Ohne einen Gedanken daran, dass Sie Geld verdienen müssen. Kein Druck, keine negativen Folgen – nur die Frage nach dem für Sie idealen Tag.

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